Ausstellung im Centre Pompidou

Chagall, Lissitzky, Malevitch im Centre Pompidou: eine große Ausstellung in Paris.

Das Centre Pompidou, ein Ort für Kunst und Kultur

Centre Pompidou © Amélie Dupont - Architecte : Renzo Piano et Richard Rogers

Noch nicht einmal vierzig Jahre alt, und schon so symbolträchtig! Das Centre Pompidou, für gewöhnlich von den Parisern „Beaubourg“ genannt, wurde 1977 eröffnet und hat sich als einer der lebendigsten und meistbesuchten Orte der Hauptstadt etabliert. Das bunte von Renzo Piano entworfene Gebäude ist ein Museum sowie Bibliothek und Lebensraum zugleich und ragt als ausgefallenes Bauwerk mitten im Herzen von Paris hervor. Sechs Stockwerke, eine außergewöhnliche Architektur und eine freie Sicht über Paris, die Besucher besonders erfreut.

Mit fast 100.000 Werken verfügt das Centre Pompidou über ein einzigartiges Kulturerbe mit Meisterwerken von Picasso, Kandinski, Chagall, Matisse oder Léger, aber ebenso auch zahlreiche Stücke aus der zeitgenössischen Kreation: Boltanski, Buren oder Hantaï. Seit seinen Anfängen richtet das Centre Pompidou auch namhafte Wechselausstellungen zur modernen und zeitgenössischen Kunst aus.

Es verfolgt eine offene Politik der Volksnähe und hat bereits eine Erweiterung in Metz eröffnet, mit einem Gebäude und einem Programm, dass dem Pariser Vorgänger würdig ist!


Chagall, Lissitzky, Malewitsch… Die russische Avantgarde in Witebsk (1918-1922)

Vom 28. märz bis 16. Juli 2018

Marc Chagall, Papiers Collés, mine graphite et encre sur papier © Collection Centre Pompidou, musée national d'art moderne,  Adagp, Paris 2018

1917: Das zaristische Regime in Russland ist zusammengebrochen Die bolschewistische Revolution, angeführt von Lenin, wird für Millionen von Russen als neuer Wind angesehen. Dekrete legen die Gleichheit zwischen den Völkern aus verschiedenen ethnischen und religiösen Gruppen fest. Der jüdische Maler Marc Chagall kann endlich als vollwertiger russischer Bürger leben.

Getragen von einer neuen Inspiration beschließt der Künstler, den Jugendlichen von Witebsk, seiner Heimatstadt in Weißrussland, Kunstunterricht zu geben. 1918 entsteht so die Kunstschule von Witebsk: eine schulische Einrichtung und ein Museum, das frei und für alle offen ist und die damals neuartigen Werte des Bolschewismus verkörpert. In diesem revolutionären Zentrum verleiht Chagall, umgeben von El Lissitzky, Malewitsch und ihren Schülern, der russischen Avantgarde ihre moderne Form.

Um den hundertjährigen Geburtstag der Ernennung des Malers als Oberhaupt dieser Schule des neuen Genres zu feiern, bietet das Centre Pompidou eine umfassende Ausstellung von 250 Werken und Dokumenten aus den größten Museen in Russland und Weißrussland. Machen Sie sich auf die Entdeckung der traumhaften Arbeiten von Marc Chagall und den geometrischen Welten von Malewitsch und Lissitzky. Sättigen Sie sich an den leuchtenden Primärfarben und schließen Sie Bekanntschaft mit unbekannten Künstlern des Kollektivs Ounovis (die, die das Neue in der Kunst bejahen), das von den Schülern von Witebsk gegründet wurde.

Eine Ausstellung, die man sich auf gar keinen Fall entgehen lassen darf!

Sheila Hicks, Lebenslinien

Vom 7. Februar bis 30. April 2018

Sheila Hicks Lignes de vie Affiche © DR

Vom 7. Februar bis 30. April 2018 erobern die bunten Werke der amerikanischen Künstlerin Sheila Hicks das Centre Pompidou mit der Ausstellung „Lebenslinien“.

Seit Ende der 1950er Jahre brach Sheila Hicks, die sich bislang nur der Malerei gewidmet hatte, mit den Konventionen der Kunst und fügte ihren Bildern Stoff, Wolle, Leinen und Baumwolle hinzu. Auf ihren Reisen ließ sich die Künstlerin von den Praktiken des präkolumbianischen Amerikas und verschiedenen Web- und Falttechniken inspirieren, die zu einer einzigartigen Arbeit führten. Gestickt, geknüpft, gedreht - ihre Werke aus weichen Materialien und in bisweilen imposanten Maßstäben erregen Aufsehen. Die innovative Sheila Hicks gilt als erste Künstlerin, die Skulpturen mit verschiedenen Zusammensetzungen schuf, die bei jeder Ausstellung verschiedene Formen offenbaren. Sie war eine Schülerin von Josef Albers und vereint seit fast 60 Jahren bis zur Perfektion untypische Formen und lebendige Farben zu einzigartigen Kompositionen, die Ihnen das Centre Pompidou vorstellen möchte.


David Goldblatt, Retrospektive

Vom 21. Februar bis 13. Mai 2018
David Goldblatt - Margaret Mcingana chez elle un dimanche après-midi... Courtesy David Goldblatt et Goodman Gallery Johannesburg et Cape Town © David Goldblatt
Das Centre Pompidou widmet dem Werk von David Goldblatt eine neuartige Retrospektive. Der große südafrikanische Fotograf konnte mit seinem Objektiv die wesentlichen Momente seines Landes von den Jahren 1950 bis heute und damit die Entwicklung und das Ende der Apartheid einfangen.David Goldblatt wurde 1930 in eine Familie von jüdischen Immigranten aus Europa geboren und bildete seine Identität um die Begriffe von Toleranz und Gleichheit. Schon in jungen Jahren fesselte ihn die Arbeit in der Mine: das Ballett der sich gleichförmig bewegenden Menschen, die weißen und schwarzen Arbeiter, die angesichts der schweren Arbeit zwar gleich waren, aber nicht vor dem Gesetz. Seine fotografische Arbeit nahm schnell eine dokumentarische Gestalt an, die er zeitlebens beibehalten sollte.David Goldblatt wurde nicht müde, die Konsequenzen der weißen Herrschaft anhand einer perfekten Beherrschung des Terrains und seiner ungeschönten Fotografien aufzuzeigen. Zweihundert Abzüge, rund hundert Dokumente und sieben Erklärvideos kann man bis zum 13. Mai 2018 entdecken.
Von 11:00-21:00 Uhr. Dienstags geschlossen
Lange Öffnungszeiten bis 23:00 Uhr am Montag und Donnerstag, letzter Einlass um 22:00 Uhr.
Samstag une Sonntag: 11:00-21:00