Ausstellungen im Centre Pompidou in Paris

Die wichtigsten Ausstellungen des Centre Pompidou - Musée national d'art moderne

Deutschland / 20er Jahre /Die Neue Sachlichkeit / August Sander

Vom 11. Mai bis 5. September 2022

Das Centre Pompidou interessiert sich für die Kunstrichtung der Neuen Sachlichkeit, die in den 1920er Jahren in Deutschland entstand und auf den Expressionismus folgte.

Die Bezeichnung „Neue Sachlichkeit“ wurde 1925 anlässlich einer viel beachteten und als postexpressionistisch bezeichneten Ausstellung in der Kunsthalle Mannheim geprägt. Die wichtigsten ausstellenden Künstler waren damals Max Beckmann, Otto Dix, George Grosz, Alexandre Kanoldt, Georg Schrimpf und Niklaus Stoecklin. Diese vielgestaltige Bewegung, die sich parallel zum Surrealismus in Frankreich entwickelte, hatte weder ein Programm noch ein Manifest. Das macht sie noch geheimnisvoller und faszinierender!

Mit der Ausstellung „Deutschland / 1920er Jahre / Neue Sachlichkeit / August Sander“, die bis zum 5. September 2022 zu sehen ist, beleuchtet das Musée national d'art moderne zum ersten Mal in Frankreich diese multidisziplinäre Strömung anhand von Malerei und Fotografie, aber auch von Architektur, Design, Film, Theater, Literatur und Musik. Fast 900 Werke und Dokumente wurden bei dieser Gelegenheit zusammengetragen.

Die berühmte Porträtsammlung Menschen des 20. Jahrhunderts des Fotografen August Sander, Mitglied der Neuen Sachlichkeit, wird zum Leitmotiv der acht thematischen Abschnitte der Ausstellung und bietet somit nicht nur einen Überblick über die deutsche Kunst der späten 1920er Jahre, sondern auch einen Querschnitt durch die deutsche Gesellschaftjener Zeit.

Ausstellungszeiten: von 11:00 bis 21:00 Uhr. Von 11:00 bis 23:00 Uhr Donnerstag. Dienstag geschlossen.

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Shirley Jaffe. Eine Amerikanerin in Paris

Vom 20. April bis 29. August 2022

All Together, oeuvre de Shirley Jaffe

Das Centre Pompidou ehrt die amerikanische Künstlerin und Wahlpariserin Shirley Jaffe. Die noch nie zuvor gezeigte Ausstellung, die dieser bedeutenden Malerin der neuen Abstraktion gewidmet ist, ist reich bestückt mit ihren Kreationen, die ihr bis zu ihrem Tod 2016 im Alter von 93 Jahren innewohnten.

Sie wurde in New Jersey geboren und studierte an der Cooper Union in New York. 1949 zog sie mit ihrem damaligen Ehemann Irving Jaffe, einem Korrespondenten des Weißen Hauses für die Agence France-Presse, nach Paris. In der französischen Hauptstadt arbeitete Shirley Jaffe mit Jules Olitski, Norman Bluhm, Jean-Paul Riopelle und Sam Francis zusammen. Ihre erste Einzelausstellung fand 1956 im Rahmen des abstrakten Expressionismus statt, aber erst 1963, nach ihrem Aufenthalt in Berlin, änderte sich ihr Stil grundlegend. Als Untermieterin im Atelier von Louise Bourgeois in derselben Straße wie Joan Mitchell ließ sie sich 1969 im 5. Arrondissement in der Rue Saint-Victor nieder und lebte dort bis zu ihrem Lebensende.

Wie vor ihr Kandinsky, ein von ihr beanspruchter Lehrer, ging die Malerin von einer gestischen Arbeit zu einer eher geometrischen Malerei mit bearbeiteten Konturen über, um ihrem künstlerischen Experiment eine immer stärkere Spannung zu verleihen. Shirley Jaffe, die sich stets gegen das Etikett einer Anführerin gewehrt hat, erhält zum ersten Mal eine Retrospektive, die ihrem virtuosen und farbenfrohen Werk gerecht wird.

Ausstellungszeiten: von 11:00 bis 21:00 Uhr. Dienstag geschlossen.

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Das Centre Pompidou, ein Ort für Kunst und Kultur

Centre Pompidou © Amélie Dupont - Architecte : Renzo Piano et Richard Rogers

Noch nicht einmal vierzig Jahre alt, und schon so symbolträchtig! Das Centre Pompidou, für gewöhnlich von den Parisern „Beaubourg“ genannt, wurde 1977 eröffnet und hat sich als einer der lebendigsten und meistbesuchten Orte der Hauptstadt etabliert. Das bunte von Renzo Piano entworfene Gebäude ist ein Museum sowie Bibliothek und Lebensraum zugleich und ragt als ausgefallenes Bauwerk mitten im Herzen von Paris hervor. Sechs Stockwerke, eine außergewöhnliche Architektur und eine freie Sicht über Paris, die Besucher besonders erfreut.

Mit fast 100.000 Werken verfügt das Centre Pompidou über ein einzigartiges Kulturerbe mit Meisterwerken von Picasso, Kandinski, Chagall, Matisse oder Léger, aber ebenso auch zahlreiche Stücke aus der zeitgenössischen Kreation: Boltanski, Buren oder Hantaï. Seit seinen Anfängen richtet das Centre Pompidou auch namhafte Wechselausstellungen zur modernen und zeitgenössischen Kunst aus.

Es verfolgt eine offene Politik der Volksnähe und hat bereits eine Erweiterung in Metz eröffnet, mit einem Gebäude und einem Programm, dass dem Pariser Vorgänger würdig ist!

Praktische Informationen

Von 11:00 bis 21:00 Uhr oder von 11:00 bis 23:00 Uhr. Dienstag geschlossen.

Place Georges Pompidou, Paris 4. Arr.

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