Europäische Verordnung für behinderte Flugreisende

Die Rechte von behinderten Flugreisenden beim Transport mit europäischen Fluggesellschaften.

Handicap visuel rue canne blanche Paris

Die Verordnung (EG) Nr. 1107/2006 vom 5. Juli 2006 über die Rechte von behinderten Menschen und Menschen mit eingeschränkter Mobilität bei Flugreisen ist in Frankreich, allen Ländern der EU und in Norwegen, Island und der Schweiz am 26. Juli 2008 in Kraft getreten.

Diese Verordnung gilt unabhängig vom Herkunftslands des Transporteurs für Menschen im gewerblichen Flugverkehr beim Abflug, bei der Ankunft oder im Transit in einem Flughafen, der sich in einem der genannten Länder befindet.

Mit dieser Verordnung wird der Grundsatz einer speziellen und kostenlosen Hilfe für Menschen mit Behinderung in europäischen Flughäfen festgelegt. Menschen mit Behinderung wird dringendst empfohlen, ihre Bedürfnisse bei der Buchung oder mindestens 48 Stunden vor Antritt des Flugs zu melden.

Zusammengefasst bedeutet dies, dass ein Luftfahrtunternehmen, sein Vertreter oder ein Reiseveranstalter Menschen mit Behinderung die Buchung oder den Flugantritt nicht verweigern kann (wenn der Fluggast ein gültiges Ticket oder eine gültige Buchung hat), außer aus Sicherheitsgründen, die sofort begründet werden müssen. In diesem Fall muss, soweit möglich, eine akzeptable Lösung vorgeschlagen werden. Diese Verordnung weist dem Flughafenbetreiber die Verantwortung für Hilfe im Flughafen vom Übergabepunkt bis zum Sitzplatz im Flugzeug zu. Paris Aéroport ist der Betreiber der Flughäfen Paris-Charles de Gaulle und Paris-Orly.

Weitere Informationen:
Rechte von Fluggästen (Amtsblatt der Europäischen Union)
Fluggäste mit Behinderungen: mit dem Flugzeug verreisen
Behindertengerechter Transport zwischen Paris und den Flughäfen