Die Zeit der Kriege und Weltausstellungen

Pariser Kommune, die erste Metrolinie, die Basilika Sacré-Coeur: Paris verwandelt sich im 19. Jahrhundert

Basilique du Sacré-Coeur de Montmartre, Paris © Thinkstock

1870: Verkündung der III. Republik im Hôtel de Ville.

1871: Die Preußen belagern Paris, das kapitulieren muss. Darauf folgt die blutige Pariser Kommune mit ihren Massakern und Zerstörungen. Das Hôtel de Ville wird im folgenden Jahr wieder aufgebaut.

1885: Staatsbegräbnis für Victor Hugo: Sein Leichnam wird im Panthéon zur Ruhe gesetzt, nachdem er unter dem Arc de Triomphe aufgebahrt wurde.

1889: Einweihung des Eiffelturms anlässlich der Weltausstellung.

1900: Erste Metrolinie: „Porte Maillot - Porte de Vincennes“. Die Weltausstellung hinterlässt drei Bauwerke in der Stadt: das Grand Palais, das Petit Palais und die Pont Alexandre III.

1910: Gewaltige Hochwasser überschwemmen die Viertel entlang der Seine. Straßen und Metro stehen unter Wasser, die Hauptstadt ist lahm gelegt.

1914 – 1918: Die Basilika Sacré Coeur, deren Bau im Jahre 1876 begonnen hatte, wird schließlich fertig gestellt. Paris wird durch die Schlacht an der Marne vor einer Offensive der Deutschen gerettet.

1920: Der Unbekannte Soldat wird unter dem Arc de Triomphe beigesetzt.

1937: Zur Weltausstellung wird das Palais de Chaillot und das Palais de Tokyo eröffnet.

1940 - 1944: Besetzung von Paris durch die Deutschen. 1942 werden 12.000 Juden verhaftet und vor ihrer Deportation im Vélodrome d’Hiver zusammen gepfercht.

1944: Befreiung von Paris am 25. August. Am 26. August defiliert General de Gaulle auf den Champs-Elysées. Der deutsche Kommandant Dietrich von Choltitz, der mit der Verteidigung von Paris beauftragt war, verweigerte den Befehl Hitlers, die Baudenkmäler der Stadt zu zerstören.