Die Fondation Louis Vuitton erleuchtet Paris

12.000 m² widmen sich der Kunst, präsentiert in einem spektakulären Schrein aus Glas, der vom Architekten Franck Gehry entworfen wurde.

Die Farbe nimmt Reißaus

Vom 4. Mai bis 29. August 2022

Affiche de l'exposition La Couleur en fugue à la Fondation Louis Vuitton

Die Fondation Louis Vuitton beherbergt in Resonanz mit der Architektur von Frank Gehry die Ausstellung „La couleur en fugue“, die die Unendlichkeit der Farbe erkundet. Eine wahre Ode an die Freiheit der künstlerischen Bewegung durch die Malerei, die ihren üblichen Rahmen der Leinwand, überschreitet.

Fünf Künstler verschiedener Generationen mit unterschiedlichen Hintergründen - Sam Gilliam, Steven Parrino, Niele Toroni, Katharina Grosse und Megan Rooney - nehmen an der Veranstaltung teil.

Megan Rooney, die dem Magazin Transfuge 2021 sagte: „Ich suche eine Möglichkeit, einen Weg, um aus der Malerei herauszukommen“, führt bei dieser Gelegenheit eine neuartige Intervention durch, indem sie Malerei, Architektur und Performance zu farbigen Schwingungen verschmelzen lässt.

Die Raumillusionistin Katharina Grosse schafft ihrerseits eine außergewöhnliche Performance, indem sie die Farbpigmente auf flammende Weise vorantreibt, getreu ihrer Erfahrung mit Monumentalkunst.
Die Werke ihrer Kollegen werden hingegen dank bedeutender Leihgaben von öffentlichen und privaten, nationalen und internationalen Institutionen präsentiert.

Das historische Ensemble der drei Drapes von Sam Gilliam, eine Hauptproduktion der abstrakten amerikanischen Malerei, wird zum ersten Mal in Frankreich ausgestellt und eröffnet die Veranstaltung. Weitere Highlights der Ausstellung sind Steven Parrinos ikonische Serie misshaped canvas (verzerrte Leinwände) und Niele Toronis minimalistische und hypnotisierende Pinselabdrücke.

Bei all diesen Kreationen verlässt die Malerei das Feld, um sich eine neue Freiheit zu erfinden. Bis zum 29. August 2022 zu entdecken!

Simon Hantaï. Die Ausstellung zum hundertsten Geburtstag

Vom 18. Mai bis 29. August 2022

Affiche de Simon Hantaï. L'exposition du centenaire à la Fondation Louis Vuitton

Die Fondation Louis Vuitton bietet seit ihrer Eröffnung ein Programm, das tief in der Geschichte der Kunstbewegungen des 20. und 21. Jahrhunderts verwurzelt ist. Sie ehrt vom 18. Mai bis 29. August 2022 den berühmten Künstler Simon Hantaï, eine Galionsfigur der Abstraktion, in einer Event-Retrospektive anlässlich seines hundertsten Geburtstags.

Der 2008 verstorbene ungarisch-französische Maler hinterließ ein umfassendes, reiches und ausuferndes Werk, das mit mehreren Preisen ausgezeichnet wurde. Die Stiftung bietet heute die Möglichkeit, einen Teil davon zu entdecken: 130 Werke, die zwischen 1957 und 2000 entstanden sind und von denen einige noch nie ausgestellt wurden.

Die Gemälde, vor allem die großformatigen, sind nach den großen Perioden seines Schaffens aufgeteilt: Die rosa Schrift eröffnet, dann werden die Besucher eingeladen, durch die Zeichenmalereien, die Monochrome, die Marialen, die Catamurons, die Panses, die Meuns, die Études, die Blancs, die Tabulas, die mehrfarbigen Gemälde, die Siebdrucke und die Laissées zu reisen, um schließlich mit dem „letzten Atelier“ zu enden.

Neben seinen Meisterwerken stellt die Ausstellung die Arbeit des Künstlers in einen Zusammenhang mit der Arbeit von Malern, die ihn beeinflusst haben, wie Henri Matisse und Jackson Pollock, und der Arbeit der Künstler und Freunde Michel Parmentier und Daniel Buren.

 Mehr Infos über: Simon Hantaï. Die Ausstellung zum hundertsten Geburtstag

Die Kreation der Fondation Louis Vuitton

Das Projekt brauchte rund zwölf Jahre für seine Entstehung, doch das Ergebnis ist spektakulär. Nur wenige Schritte vom Jardin d’Acclimatation entfernt erhebt sich die nagelneue Fondation Louis Vuitton in einer beeindruckenden Architektur aus Glas, entworfen vom amerikanischen Architekten Frank Gehry. Das Gebäude sieht einem Schiff, das die Segel zum Auslaufen setzt, zum Verwechseln ähnlich.

Fondation Louis Vuitton, vue panoramique 1, Paris © Todd Eberle for Fondation Louis Vuitton - 2014

Der Autor des Guggenheim-Museums von Bilbao hat im Herzen des Bois de Boulogne ein Bauwerk erschaffen, das sich 46 Meter über den Boden erhebt. Wie es sich für ihn gehört, gibt es bei der Konstruktion weder eine Fassade noch ein Dach im traditionellen Sinn. Es handelt sich eher um eine Umhüllung aus organischen Formen, die in ihrem Inneren Räumlichkeiten für Kulturprogramme beherbergt. Und es war Glas - 6.000 m² gewölbte Verglasung - das der kalifornische Architekt als Abdeckung ausgewählt hat. Noch bevor ein ganzes Team an Architekten sich um die Durchführbarkeit des Projektes bemühte, wurden bereits über dreißig Patente dazu angemeldet!

Mehr Infos über die Louis Vuitton Stiftung

„Als Bernard Arnault mir anbot, ihn in Paris zu treffen, hatte er mir noch nichts verraten. Er nahm mich mit in den Jardin d’Acclimatation und weihte mich in sein Projekt ein. Ich kannte Paris, weil ich hier in den 50er Jahren gewohnt hatte, aber nicht diesen Ort. Doch dort erfasste mich eine wahre Emotionsgewalt, als ich an Marcel Proust dachte, der durch die Alleen schlenderte. Ich habe begriffen, dass dieser Ort historisch ist“, erinnert sich Gehry.

12.000 m² nur für die künstlerische Kreation

Das Haus Louis Vuitton hat bereits umfassend in die Unterstützung von künstlerischer Kreation investiert und verfügt nun über ein Admiralsschiff von erstem Rang mit einer Fläche von über 12.000 m². Dies ermöglicht es ihr, eine Auswahl an Werken aus der Sammlung ihrer Stiftung und der von Bernard Arnault zu zeigen. Neben dieser „Dauerausstellung“ präsentiert die Stiftung jedes Jahr zwei Wechselausstellungen sowie Musikevents im Auditorium.