Das Musée du quai Branly

Nur wenige Meter vom Eiffelturm entfernt, ist das Musée du quai Branly - Jacques Chirac sicherlich einer der unumgänglichsten Orte für Kultur in Paris.

Musée du quai Branly et tour Eiffel © David Lefranc

Nur wenige Meter vom Eiffelturm entfernt, ist das Musée du quai Branly - Jacques Chirac sicherlich einer der unumgänglichsten Orte für Kultur in Paris. Man erkennt es an der berühmten bepflanzten Mauer, die vom Botaniker Patrick Blanc entworfen wurde. Das Museum wurde 2006 eingeweiht und widmet seine Inhalte ausschließlich den nicht-westlichen Zivilisationen. Es verfügt über einen Veranstaltungssaal, einen Lesesaal, ein Kino, ein Restaurant und eine Buchhandlung. Das von Jean Nouvel entworfene architektonische Ensemble thront im Herzen einer Baumsteppe, einem zwei Hektar großen Garten, in dem man sich nach dem Museumsbesuch wunderbar ausruhen kann.

Über seine Dauer- undWechselausstellungen hebt das Musée du quai Branly - Jacques Chirac den Reichtum primärer Kulturen hervor und informiert die Besucher über die Wichtigkeit dieser Kulturen im Herzen des Weltkulturerbes. Mit einem unglaublich reichhaltigen Fundus an 700.000 Fotografien und 300.000 Werken und Gegenständen (Musikinstrumente, Textilien, Kleidung) aus Ozeanien, Asien, Afrika und Amerika bietet das Museum ein außergewöhnliches Eintauchen in das Herz von weit entfernten Welten. Eine Wahre Reise durch Zeiten und Länder.

Die Wechselausstellungen des Musée du quai Branly - Jacques Chirac schaffen einen immer wieder neuen, erfindungsreichen Blick auf die präsentierten Kulturen. Diese werden in Relation mit den westlichen zeitgenössischen Zivilisationen gesetzt und scheinen dadurch näher und zugänglicher, wobei sie sich stets diese mystische Dimension bewahren, die sie so faszinierend macht.

Peintures des Lointains

Vom 30. Januar 2018 bis 6. Januar 2019

Peinture des lointains Vertical © DR

Vom 30. Januar 2018 bis 6. Januar 2019 bietet das Musée du Quai Branly – Jacques Chirac die außergewöhnliche Gelegenheit, unbekannte Werke seiner Sammlung zu entdecken. Hier werden fast 200 Malereien und grafische Werke vom Ende des 18. Jahrhunderts bis Mitte des 20. Jahrhunderts vereint. Die Ausstellung Peintures des Lointains ist eine regelrechte Einladung zur Reise von Amerika bis in den mittleren Osten und vom Pazifik bis nach Nordafrika.

Die Szenen aus dem Leben in Kairo von Emile Bernard, die Odaliske von Ange Tissier, die Drucke und Zeichnungen von Paul Gauguin und Henri Matisse von ihren Reisen nach Tahiti sowie die berühmten Indianer-Portraits von George Catlin hängen neben den Bildern, die bei der Kolonial-Ausstellung von 1931 ausgestellt wurden. Die Ausstellung offenbart, inwiefern die Maler ihre Inspiration aus den authentischen Landschaften zogen, die von der Massenzivilisation noch unberührt waren. Sie macht die Sitten und Gebräuche von Völkern aus Gebieten der ganzen Welt unsterblich. So zeigt sie auch die Entwicklung des Blickes der westlichen Gesellschaft auf ferne Völker und Territorien im Laufe der Geschichte auf, der von der Fantasievorstellung einer exotischen Kultur bis zur realistischen, ethnografischen oder propagandistischen Darstellung reicht.

Peintures des lointains“ bietet die einzigartige Gelegenheit, die Welt von Künstlern aus verschiedenen Horizonten zu entdecken, historische Zeugnisse und Interpreten eines Alltags, der vom Leben des Alten Kontinents weit entfernt war, in einem Europa, das sich mitten in der kolonialen Ausdehnung befand.


Täglich außer montags von 11:00-19:00 Uhr geöffnet (Schließung um 18:00 Uhr).
Lange Öffnungszeiten bis 21:00 Uhr donnerstags, freitags und samstags (Schließung um 20:00 Uhr).
Am 25. Dezember und am 1. Mai geschlossen
Öffnungszeiten des Gartens: von 9:15-19:30 Uhr von Dienstag bis Sonntag und von 9:15-21:15 Uhr am Donnerstag, Freitag und Samstag.