Das Musée du quai Branly

Nur wenige Meter vom Eiffelturm entfernt, ist das Musée du quai Branly - Jacques Chirac sicherlich einer der unumgänglichsten Orte für Kultur in Paris.

Musée du quai Branly et tour Eiffel © David Lefranc

Nur wenige Meter vom Eiffelturm entfernt, ist das Musée du quai Branly - Jacques Chirac sicherlich einer der unumgänglichsten Orte für Kultur in Paris. Man erkennt es an der berühmten bepflanzten Mauer, die vom Botaniker Patrick Blanc entworfen wurde. Das Museum wurde 2006 eingeweiht und widmet seine Inhalte ausschließlich den nicht-westlichen Zivilisationen. Es verfügt über einen Veranstaltungssaal, einen Lesesaal, ein Kino, ein Restaurant und eine Buchhandlung. Das von Jean Nouvel entworfene architektonische Ensemble thront im Herzen einer Baumsteppe, einem zwei Hektar großen Garten, in dem man sich nach dem Museumsbesuch wunderbar ausruhen kann.

Über seine Dauer- undWechselausstellungen hebt das Musée du quai Branly - Jacques Chirac den Reichtum primärer Kulturen hervor und informiert die Besucher über die Wichtigkeit dieser Kulturen im Herzen des Weltkulturerbes. Mit einem unglaublich reichhaltigen Fundus an 700.000 Fotografien und 300.000 Werken und Gegenständen (Musikinstrumente, Textilien, Kleidung) aus Ozeanien, Asien, Afrika und Amerika bietet das Museum ein außergewöhnliches Eintauchen in das Herz von weit entfernten Welten. Eine Wahre Reise durch Zeiten und Länder.

Die Wechselausstellungen des Musée du quai Branly - Jacques Chirac schaffen einen immer wieder neuen, erfindungsreichen Blick auf die präsentierten Kulturen. Diese werden in Relation mit den westlichen zeitgenössischen Zivilisationen gesetzt und scheinen dadurch näher und zugänglicher, wobei sie sich stets diese mystische Dimension bewahren, die sie so faszinierend macht.

Les forêts natales - Kunst aus dem Äquatorialafrika der Atlantikküste

3. Oktober 2017 - 21. Januar 2018

Les forêts natales - Musée du Quai Branly - Jacques Chirac © DR

Vom 3. Oktober 2017 bis 21. Januar 2018 beleuchtet das Musée du Quai Branly - Jacques Chirac die Kunst aus dem Äquatorialafrika der Atlantikküste.

Fang, Tsogo, Punu, Mpongwe, Vili, Kwele… Diese Kulturen von Kamerun bis Kongo, aber auch Gabun oder Äquatorialguinea erlebten aufgrund von Migration einen regen Austausch. Und so findet man heute Übereinstimmungen in einem Großteil der Objekte, die sie vom 17. bis 20. Jahrhundert hervorbrachte, auch wenn die Besonderheiten von einer Ethnie zur anderen bezeichnend und einzigartig sind.

Meisterwerke aus Holz, Muscheln, Metall oder Pflanzenfasern - diese Reliquienstatuen und Masken aus Westafrika konnten die Herzen von europäischen Künstlern wie Guillaume Apollinaire oder Pablo Picasso gewinnen. Diese Teile wurden von Sammlern weit verbreitet und waren maßgeblich an der Entstehung des Blickes von Europa auf die afrikanische Kunst beteiligt.

Die Ausstellung Les forêts natales präsentiert rund 300 Teile, die größtenteils aus der Sammlung des Musée du Quai Branly-Jacques Chirac stammen. Eine außergewöhnliche Gelegenheit, ein einzigartiges Kulturerbe zu erkunden und einige selten gezeigte Werke zu sehen.


Peru vor den Inkas

14. November 2017 - 1. April 2018

Le Pérou avant les Incas - musée du quai Branly - Affiche © DR

Mochica, Cupisnique, Chimú… es gibt viele erstaunliche Kulturen in der prähispanischen peruanischen Kultur, die das kollektive Bewusstsein oft zugunsten der mächtigen Inka-Zivilisation ausblendet.

Vor fast 1500 Jahren legten diese Ethnien aber den Grundstein für ein politisches System, das zwischen Glaube und Macht organisiert wurde. Tempel und Paläste wurden gebaut, die Herren und Priester spielten eine politische und militärische Rolle.

Anhand von rund 300 Werken, darunter eine einzigartige Keramik-Sammlung, Körperschmuck und Kultobjekte entschlüsselt Peru vor den Inkas vergessene Zivilisationen im Norden von Peru. Eine Ausstellung, die wie eine archäologische Forschung konzipiert ist und Verständnis für die Machtspiele und den einzigartigen Platz liefert, den der Glaube noch lange vor der spanischen Eroberung spielte.


Täglich außer montags von 11:00-19:00 Uhr geöffnet (Schließung um 18:00 Uhr).
Lange Öffnungszeiten bis 21:00 Uhr donnerstags, freitags und samstags (Schließung um 20:00 Uhr).
Am 25. Dezember und am 1. Mai geschlossen
Öffnungszeiten des Gartens: von 9:15-19:30 Uhr von Dienstag bis Sonntag und von 9:15-21:15 Uhr am Donnerstag, Freitag und Samstag.