Das Musée du quai Branly - Jacques Chirac

Ein einzigartiges Museum, das Sie auf eine Entdeckungsreise durch nicht-westliche Zivilisationen mitnimmt.

Wampum. Perlen der Diplomatie in Neufrankreich

Vom 8. Februar bis 15. Mai 2022

Affiche de l'exposition Wampum, musée du Quai Branly - Jacques Chirac, Paris

Ab dem 8. Februar 2022 widmet das Musée du Quai Branly - Jacques Chirac dem Wampum, einer Muschelperle von der nordamerikanischen Atlantikküste mit vielfältigen und prestigeträchtigen Verwendungszwecken, eine noch nie dagewesene Ausstellung. Mit dem Titel „Wampum. Perlen der Diplomatie in Neufrankreich“ beleuchtet sie alle Facetten des Wampum und vereint für diesen Anlass rund 50 Stücke.

Der Wampum, eine Abkürzung von Wampumpeake (Algonkin: „Aneinanderreihung weißer Muscheln“), ist mehr als nur ein Rohstoff: Im Laufe der Geschichte wurde er zu einer diplomatischen Kette, einem Sprachrohr, einem Tauschgut, einem religiösen Gegenstand, einem Prestigeabzeichen.

Im 17. und 18. Jahrhundert erlebte der Wampum sein „goldenes Zeitalter“, als er im Mittelpunkt des diplomatischen Protokolls stand, das den Rahmen für die Beziehungen und Verhandlungen zwischen den europäischen Kolonien und den indigenen Völkern Neufrankreichs bildete.

Der Wampum bleibt ein unschätzbarer Zeuge der indianischen, nordamerikanischen und europäischen Geschichte. Auch heute noch spielt der Wampum eine grundlegende Rolle in den indianischen Nationen wie den Haudenosaunee (Irokesen), Huronen-Wendats und Abenaki.

Ausstellungszeiten: von 10:30 bis 19 Uhr. Von 10:30 bis 22 Uhr Donnerstag. Montag geschlossen.

 Mehr Info über: Wampum. Perlen der Diplomatie in Neufrankreich im Museumsticket inbegriffen.

Dinh Q. Lê. Der Faden der Erinnerung und andere Fotografien

Vom 8.  Februar bis 20. November 2022

Affiche de l'exposition Dinh Q. Lê, musée du Quai Branly - Jacques Chirac, Paris

Dinh Q. Lê ist einer der weltweit bekanntesten zeitgenössischen vietnamesischen Künstler. Die Ausstellung „Dinh Q. Lê, le fil de la mémoire et autres photographies“, die ihm das Musée du Quai Branly - Jacques Chirac ab dem 8. Februar 2022 widmet, bietet die Gelegenheit, sein reiches und komplexes Werk zu entdecken.

Dinh Q. Lê, der Ende der 1970er Jahre in die USA ins Exil ging, ließ sich dort in bildender Kunst ausbilden und wurde in Künstlerkreisen für seine Technik des „Webens von Fotografien“ bekannt, ein Verfahren, das vom traditionellen vietnamesischen Grasmattenweben inspiriert ist, das seine Tante praktiziert hatte.

Seit den 1990er Jahren fertigt der Konzeptkünstler seine Kreationen aus handgewebten Fotografiestreifen an und lässt so hybride Bilder entstehen, die verschiedene Register der Darstellung vermischen. Dieser Multimediakünstler, der mehr als ein Fotograf ist, betrachtet die Fotografie als ein Material, das er hinterfragt, zerschneidet, umwandelt.

Mit seinen Installationen strebt Dinh Q. Lê danach, die Worte derer, die die Geschichte erlebt haben, wiederzugeben, ein Wort, das er möglich und hörbar machen will. Er beschäftigt sich unter anderem mit den Opfern des Völkermords durch das Regime der Roten Khmer oder mit den Dramen der Migranten, die das Mittelmeer überqueren.

Ausstellungszeiten: von 10:30 bis 19 Uhr. Von 10:30 bis 22 Uhr Donnerstag. Montag geschlossen.

 Mehr Info über: Dinh Q. Lê. Der Faden der Erinnerung und andere Fotografien im Museumsticket inbegriffen.

Auf der Straße der Chiefdoms in Kamerun. Vom Sichtbaren zum Unsichtbaren

Vom 5. April bis 17. Juli 2022

Affiche de l'exposition Sur la route des chefferies du Cameroun, musée du quai Branly - Jacques Chirac, Paris

Das Musée du Quai-Branly - Jacques Chirac würdigt Kamerun mit einer noch nie dagewesenen Ausstellung und versammelt zu diesem Anlass fast 300 Werke, darunter 260 Schätze, die von mehreren Häuptlingen und Familienlinien aufbewahrt werden.

Die von der Vereinigung La Route des chefferies getragene Ausstellung konzentriert sich auf die Grassfields („kamerunische Savanne“), eine vulkanische Hochlandregion im Westen des Landes, in der ein Drittel der Bevölkerung und zahlreiche Gemeinschaften leben.

Diese Darstellung ist in drei Teile gegliedert: typische Organisation eines Bamileke-Herrschers, Verbindungen zwischen Kunst und Macht und Geheimgesellschaften. Anhand der Ausstellungsstücke (perlenbesetzte Kalebasse, mit Kauris verzierter Königsthron, Holzschnitzereien, Textilproduktionen usw.) können die Besucher ermessen, wie stark und mächtig die Verbindungen sind, die sich zwischen Tradition, Macht und Kultur entwickelt haben.

Dieses von den traditionellen Häuptlingen wunderbar bewahrte Erbe enthüllt auch die Beziehungen zwischen der Welt der Lebenden und der Welt der Ahnen, zwischen dem Sichtbaren und dem Unsichtbaren.

Und schließlich schlagen die Werke zeitgenössischer Künstler auf dem Rundgang ihrerseits eine originelle Brücke zwischen Tradition und Moderne.

Ausstellungszeiten: von 10:30 bis 19 Uhr. Von 10:30 bis 22 Uhr Donnerstag. Montag geschlossen. Im Museumsticket inbegriffen.

Das Musée du Quai Branly – Jacques Chirac

Musée du quai Branly et tour Eiffel © David Lefranc

Nur wenige Meter vom Eiffelturm entfernt, ist das Musée du quai Branly - Jacques Chirac sicherlich einer der unumgänglichsten Orte für Kultur in Paris. Man erkennt es an der berühmten bepflanzten Mauer, die vom Botaniker Patrick Blanc entworfen wurde. Das Museum wurde 2006 eingeweiht und widmet seine Inhalte ausschließlich den nicht-westlichen Zivilisationen. Es verfügt über einen Veranstaltungssaal, einen Lesesaal, ein Kino, zwei Restaurants und eine Buchhandlung. Das von Jean Nouvel entworfene architektonische Ensemble thront im Herzen einer Baumsteppe, einem zwei Hektar großen Garten, in dem man sich nach dem Museumsbesuch wunderbar ausruhen kann.

Über seine Dauer- undWechselausstellungen hebt das Musée du quai Branly - Jacques Chirac den Reichtum primärer Kulturen hervor und informiert die Besucher über die Wichtigkeit dieser Kulturen im Herzen des Weltkulturerbes. Mit einem unglaublich reichhaltigen Fundus an 700.000 Fotografien und 300.000 Werken und Gegenständen (Musikinstrumente, Textilien, Kleidung) aus Ozeanien, Asien, Afrika und Amerika bietet das Museum ein außergewöhnliches Eintauchen in das Herz von weit entfernten Welten. Eine Wahre Reise durch Zeiten und Länder.

Die Wechselausstellungen des Musée du quai Branly - Jacques Chirac schaffen einen immer wieder neuen, erfindungsreichen Blick auf die präsentierten Kulturen. Diese werden in Relation mit den westlichen zeitgenössischen Zivilisationen gesetzt und scheinen dadurch näher und zugänglicher, wobei sie sich stets diese mystische Dimension bewahren, die sie so faszinierend macht.

Praktische Informationen

Von 10:30 bis 19:00 Uhr. Von 10:30 bis 22:00 Uhr donnerstags.
Öffnungszeiten des Gartens: von 9:15 bis 19:30 Uhr. Von 9:15 bis 22:15 Uhr Donnerstags.

Montag geschlossen.

37 quai Jacques Chirac, Paris 7. Arr.

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