Zugreisen nach Paris für Menschen mit Behinderung

Leitfaden für Zugreisen nach Paris für Menschen mit Behinderung.

Der Accès Plus-Service von SNCF

Handicap moteur rampe Gare de Lyon Paris

Accès Plus ist ein kostenloser Service von SNCF (transport ferroviaire français - frz. Eisenbahngesellschaft), der Zugreisen für Menschen mit Behinderung erleichtert. Dieser Service bietet den Empfang am Bahnhof und die Begleitung bis zum Zug und muss mindestens 48 Stunden vor der Abfahrt reserviert werden. Das Serviceangebot steht in fast 360 Bahnhöfen für Ankunft, Abfahrt und Anschlusszüge zur Verfügung.

Kontakt Accès Plus:
- Per Telefon: +33 (0) 890 640 650 (0,15€/Minute inkl. MwSt.), Hotline-Nummer Barrierefreiheit +33 (0) 9 69 32 26 26 von 07:00 bis 22:00 Uhr an sieben Tagen die Woche. Per SMS : +33 (0) 610 640 650
- Per Fax : 0825 825 957 (0,15€ TTC/min)
- Per E-mail : accesplus@sncf.fr
- Per Internet : Accès Plus-Service
- Am Bahnhof oder in SNCF-Verkaufsstellen

Weitere Informationen:
Accès Plus-Service
Liste der SNCF-Bahnhöfe, die Accès Plus-Service anbieten
Preise und Ermäßigungen für Reisende mit Behinderungen und ihre Begleitperson
Barrierefrei mit dem Eurostar oder mit dem Thalys nach Paris reisen

Barrierefreie Serviceleistungen und Ausrüstung im Angebot von SNCF

SNCF stellt einen Leitfaden für eingeschränkte Mobilität (Guide Mobilité Réduite) über Serviceangebote zur Unterstützung von Fahrgästen mit Behinderung bei Zugreisen zur Verfügung. Dieser Leitfaden kann heruntergeladen werden und steht ebenso auf der Website Barrierefreiheit SNCF als Audio-Version zur Verfügung.

Barrierefreie Ausrüstung im Bahnhof

Bei Reisen ist der Zug von zentraler Bedeutung, die dazugehörenden Infrastrukturen sind jedoch ebenso wichtig. Damit Sie Ihr Reiseziel zu bestmöglichen Bedingungen erreichen, bietet SNCF Ihnen zahlreiche Dienstleistungen an.

Parkplätze
Bei zahlreichen Bahnhöfen befinden sich Parkplätze in der Nähe des Eingangs, der Eingangshalle oder bei einem für Menschen mit Behinderung reservierten Aufzug und bieten barrierefreien Zugang.

Automatische Türen
Einige Bahnhöfe sind mit automatischen Türen ausgestattet, die den Zugang erleichtern.

Vorbeugung bei Glaswänden
Zur Verhinderung eines Aufpralls sind alle Glaswände foliert und können von Menschen mit Sehbehinderung und kleinwüchsigen Menschen erkannt werden.

Funkbaken
Sie ergänzen die Hilfsmittel für Menschen mit Sehbehinderung. Sie weisen den Weg zu verschiedenen Dienstleistungen oder zeigen Richtungen an. Sie funktionieren mit Universal-Fernbedienungen, die auf 868 Mhz senden.

Handicap visuel guidage sol Gare de Lyon Paris

Führungsbänder
Zusätzlich zu den Funkbaken können sich Menschen mit Sehbehinderung mit einem Blindenstock mit Hilfe der Führungsbänder im Bahnhof fortbewegen.

Blindenleitsystem
Diese Bänder sollen in Bahnhöfen mittels Rippenplatten Gefahren anzeigen, die sich am oberen Ende von Treppen und entlang der Bahnsteige, 50 cm von der Kante entfernt, befinden.

Aufzüge
Modernisierte Aufzüge können von allen benutzt werden. Sie sind mit einer barrierefreien Innen- und Außenbedienung und Haltestangen ausgestattet. Ansage- und Anzeigesysteme helfen beim Erkennen der Bewegungen der Kabine.

Gesicherte Treppen
Zur Verbesserung der Sicherheit auf Treppen sind die erste und die letzte Setzstufe visuell hervorgehoben. Auch die Stufenkanten sind optisch kontrastreich gekennzeichnet und sind mit einer Anti-Rutsch-Beschichtung versehen. Sie sind mit einem doppelten Handlauf auf zwei verschiedenen Höhen (für kleinwüchsige Menschen) ausgestattet.

Magnetschleifen
Für Hörgeschädigte mit Hörgeräten verbessern Magnetschleifen den Hörkomfort. Sie sind in den meisten Fällen in Schalter- und Wartebereichen für Reisende installiert. Diese Bereiche sind mit dem blauen Piktogramm für Schwerhörigkeit und zusätzlich mit dem Buchstaben „T“ gekennzeichnet.

Beschilderung
Für eine einfachere Orientierung wurde die Beschilderung einfach, sichtbar, lesbar und verständlich gestaltet. Auf Flachbildschirmen ist der Avatar „Jade" zu sehen, der Bahnhofsansagen in Gebärdensprache übersetzt. Auf bestimmten Trägern, wie den Handläufen der Treppen befinden sich auch Informationen in Blindenschrift.

Schalter
Die Empfangsschalter mit einem für Fahrer eines Rollstuhls mit Therapietisch geeigneten Bereich ausgestattet, der auch unten für die Beine Platz bietet. Die Sonderschalter sind ausgewiesen und für alle Fahrgäste erkennbar.

Telefonzellen
Niedrig montierte Telefonzellen sind für Rollstuhlfahrer oder kleinwüchsige Menschen zugänglich.Des cabines téléphoniques surbaissées sont accessibles aux personnes en fauteuil roulant ou de petite taille.

Toiletten
Barrierefreie Toiletten stehen im Bahnhof zur Verfügung. Ein Brandfall in den Toiletten wird für Menschen mit Hörbehinderung durch Blinklichter angezeigt, die an das akustische Signal gekoppelt sind.

Weitere Informationen:
Laden Sie den Leitfaden für eingeschränkte Mobilität
Barrierefreiheit SNCF

Behindertengerechte Einrichtungen im Zug

SNCF stattet für seine Fahrgäste die Züge so angenehm und komfortabel wie möglich aus.

Hebebühnen und mobile Rampen
Wenn der Abstand zwischen dem Zug und dem Bahnsteig zu groß ist, um ihn mit mobilen Rampen zu überbrücken, sind Hebebühnen eine geeignete Einstieghilfe für Rollstuhlfahrer. Bahnhöfe werden nach und nach auf die neuen elektrischen Modelle umgerüstet, die von Menschen mit Behinderungen getestet und für gut befunden wurden. Sie bieten nicht nur mehr Komfort, sondern sind auch für die SNCF-Mitarbeiter einfacher zu bedienen.

Sonderbereiche

Im TGV sind besondere Bereiche für Rollstuhlfahrer reserviert, die sich nicht auf einen Fahrgastsitz umsetzen können. Wenn sich dieser Bereich in der 1. Klasse befindet, ist nur der Preis einer Fahrkarte in der 2. Klasse zu zahlen. Dieser Vorteil kann einer auf dem Behindertenausweis eingetragenen Begleitperson gewährt werden.
Wenn der Reisende sich auf einen Fahrgastsitz umsetzen kann, entspricht der Preis einem Platz der Klasse des gewählten Waggons. Die Begleitperson fährt je nach Bemerkung auf dem Behindertenausweis gratis oder zum halben Preis mit. Der Rollstuhl muss entsprechend den Sicherheitsregeln gefaltet und verstaut werden, um den Durchgang nicht zu behindern.
Im Zug kann man auch um einen Rollstuhl für den Transfer anfragen. Diesen kleinen Rollstuhl kann der Rollstuhlfahrer benutzen, um die Toiletten aufzusuchen, wenn er diese nicht eigenständig erreichen kann.
Die Preispolitik wird am Ende des Guide Mobilité Réduite aufgeführt, den Sie auf Barrierefreiheit SNCF herunterladen können.

Toiletten
Die Rollstuhl-WCs entsprechen Kriterien der Ergonomie, der Automatisierung und der Einhaltung der Standards für behindertengerechten Zugang.

Beschilderung
Wie in den Bahnhöfen wurde zur besseren Orientierung beim Reisen die Beschilderung einfach, sichtbar, lesbar und verständlich gestaltet. Es wurden selbsterklärende Symbole und kontrastierende Farben verwendet.

Weitere Informationen:
Laden Sie den Leitfaden für eingeschränkte Mobilität
Barrierefreiheit SNCF