Einführung in das kleine Alltagsglück von Paris

Die Buttes-Chaumont, der Marché des Enfants Rouges, Bellevilloise… Erleben Sie Paris wie ein Pariser.

Märkte, Spaziergänge, Shows, Feinschmeckertische, unausweichliche Adressen: Machen Sie es wie die Pariser. Wenn Sie ganz einfach von zahlreichen Veranstaltungen und Kulturevents der Hauptstadt profitieren möchten, denken Sie an den Pass Passlib' und den Paris Museum Pass.

Erster Tag

 Möchten Sie ins Grüne und einen der 400 Parks und Gärten genießen, die Paris zählt? Dann bietet sich eine morgendliche Tai-Chi-Sitzung im Parc der Buttes Chaumont im 20. Arrondissement an, wonach Sie einen ganz pariserischen Spaziergang bis zum fröhlichen Ausflugslokal Rosa Bonheur machen, um deren sonnige Gerichte zu kosten.

Weiter geht es mit einer Einheit Kunst und Kultur! Jedes Jahr finden hunderte Events in der Hauptstadt statt, man muss sie nur finden. Was die Wechselausstellungen angeht - im Grand Palais, Louvre und Centre Pompidou, so sollten Sie Ihr Ticket nach Pariser Art im Voraus kaufen, um sicher zu gehen, dass Sie auch herein kommen. Doch auch das Programm der Veranstaltungssäle ist umfangreich. Brauchen Sie einen Tipp? Die urkomische One-Man-Show „How to become Parisian in one hour“. Verlängern Sie den Abend mit einem Dinner in einem dieser göttlichen Bistros, die von einem Küchenchef übernommen wurden.

Zweiter Tag

Das grüne Nest des Musée de la Vie Romantique, in dem Eingeweihte einen Tee trinken und fernab vom Trubel ins Träumen geraten, erwartet Sie. Das Abenteuer geht weiter mit einem Kochkurs nach Ihren Wünschen und kulinarischen Vorlieben, gefolgt von der Verkostung. Denn wir sollten nicht vergessen, dass Önologie und Gastronomie in Paris groß geschrieben werden. Nach einer thematischen Führung bergen die guten Adressen vor Ihnen keine Geheimnisse mehr.

Beenden Sie den Tag mit einem Spaziergang entlang der Seineufer, die von Gärten und Veranstaltungen gesäumt sind, bevor Sie zum Abendessen und Tanzen in die bunte Höhle der Bellevilloise gehen.

Dritter Tag

Paris ist eine Handelsstadt und führt diese Tradition im Herzen seiner Hallen und Märkte fort. Flanieren Sie, und kosten Sie die besten Produkte wie ein Pariser, zum Beispiel auf dem Marché des Enfants Rouges, bei dem Sie sogar an einem Tisch Platz nehmen können. Liebhaber schöner Gebäude sollten einen Abstecher zur Dreifaltigkeitskirche machen, die wahren Reichtum wiederspiegelt.

Danach geht es in Richtung Bois de Boulogne, der eine idyllische Alternative für ein feines Picknick bietet. Sie können ebenso ein Mittagessen im Chalet des Iles wählen, einem wahren Hafen des Friedens. Ein Besuch des Parc de Bagatelle hingegen ist ein Muss auf Ihrem Weg durch den Bois de Boulogne.

Parc des Buttes-Chaumont: ein steiler Ausflug

Parc des Buttes Chaumont, Paris © OTCP - David Lefranc

Es war Napoleon III., der 1864 beschloss, aus dem ehemaligen Steinbruch einen englisch-chinesischen Garten zu machen. Drei Jahre voller gewaltiger Arbeiten und viel Dynamit waren notwendig, um Wasserfälle und Bäche sprudeln zu lassen, einen See mit Insel in der Mitte auszuheben und eine Grotte mit falschen Stalaktiten zu schaffen.

All diese Anstrengungen lohnen den Aufstieg zum kleinen Tempel der Sybille auf dem Gipfel der Insel. Woraufhin die Entspannung auf den Rasenflächen der steil abfallenden Hänge wohlverdient ist, es sei denn, man zieht einen Spaziergang auf der Suche nach der 1880 gepflanzten libanesischen Zeder, der riesigen Platane aus dem Orient oder den Ginko Bilobas vor.

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Rosa Bonheur: nichts als Glück

Rosa Bonheur, Buttes-Chaumont, guinguette, Paris © Alexa Kehailia

Im Herzen des zauberhaften Parks Buttes-Chaumont steht das Ausflugslokal Rosa Bonheur, das seinen Namen nicht zufällig gewählt hat, ein märchenhaftes Chalet mit einer großen Terrasse, auf der man zwischen kleinen Mahlzeiten, Kaffee und Apéro gerne tanzt.

Die langen Gästetische draußen, die bunten Tapas, die großen Teller für mehrere Personen, die Cocktails und natürlich die „Fiesta Maison“ mit der vielseitigen musikalischen Untermalung ziehen, junge und nicht mehr so junge Leute, Tänzer, Lebemenschen und Spaziergänger an. Eines ist also sicher: Hier ist immer etwas los, besonders an sonnengebadeten Tagen, die eine sternenklare Nacht verheißen. 

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Septime: fantastisch bistronomisch

Restaurant Septime, intérieur, Paris © François Flohic

Ah, diese Neo-Bistros! Hier geht es uns gut, besonders in diesem schicken Haus mit gekonnt rustikalen Noten. Soviel zum Rahmen. Was das Talent des Küchenchefs Bertrand Grébaut angeht, so verwandelt er ausgezeichnete Produkte in großartige Gerichte: eine erstklassige Küche ohne Schnickschnack und voller Entdeckungen zu vernünftigen Preisen.

Dem fügt sich ein ganz besonders angenehmer Empfang und Service hinzu, der viele Menschen und Gastroführer verführt hat, weshalb ein jeder die Notwendigkeit begreift, lange im Voraus zu reservieren. Geduld, das Warten macht es umso köstlicher! 

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Musée de la Vie Romantique: ein Ausflug ins Schöne

Musée de la Vie Romantique, Paris © OTCP - Amélie Dupont

Dieses Museum hat sich zwischen den neoklassizistischen Gebäuden des Viertels Nouvelle Athènes eingerichtet. Das Haus, der von Rosenstöcken übersäte Garten und der Atelier-Salon des Malers Ary Scheffer wurden ab 1830 für rund dreißig Jahre von den Parisern der Kunst und der Literatur frequentiert. George Sand, Chopin, Liszt, Rossini, Tourgueniev, Dicken kamen regelmäßig hierher.

Zahlreiche Erinnerungen wie Malereien, Zeichnungen, Skulpturen, Möbel, Keramik und andere Gegenstände zeugen von den reichen Stunden der romantischen Epoche. Ein Besuch mit einer Pause im Teesalon, der im Wintergarten von März bis Oktober geöffnet ist, lohnt sich! 

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Seine-Ufer: Natur, Kultur und Sport

Berges de Seine © OTCP - Amélie Dupont

Die neue Anlegung der Seineufer wurde 2013 enthüllt und ermöglicht wieder Zugang zu dieser grandiosen Landschaft am Ufer des Flusses. Auf der Rive Droite erstreckt sich die Fußgängerzone auf 1,5 km zwischen dem Hôtel de Ville und dem Arsenal-Becken. Auf der Rive Gauche ist ein 4,5 Hektar großer Bereich der Freizeit und sportlichen sowie kulturellen Aktivitäten gewidmet.

Es ist alles vorhanden, um die Seineufer maximal genießen zu können: Picknick-Tische, Grünflächen zum Durchatmen, Liegestühle und riesige Hängematten zum Entspannen, Spiele unter der Sonne, eine Schiefertafel und eine Kletterwand für Kinder, Turngeräte, ein schwimmender Garten von 1800 m², Konzerte, Veranstaltungen, Yogaflächen und mehr. Und natürlich Crêpes, Eis und viele andere Leckereien, die satt machen!

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Der Marché des Enfants Rouges: 400 erfolgreiche Jahre

Marché des Enfants Rouges, Paris © OTCP - Marc Bertrand

Dieser kleine Markt, der sich 1615 in einer Holzhalle gebildet hat, sollte den Marais versorgen. Seinen hübschen Namen verdankt er den roten Gewändern, die damals von den Kindern eines Waisenheimes im Viertel getragen wurden. Vierhundert Jahre später erfüllt dieser charmante, inzwischen denkmalgeschützte Ort noch immer die gleiche Aufgabe, mit einem unglaublichen und wohlverdienten Erfolg.

Hierher eilt man, um den Korb mit frischen Spezialitäten der Region zu füllen. Man kann im Estaminet des Enfants Rouges oder, Schulter an Schulter, an den Tischen der marokkanischen, italienischen, libanesischen oder japanischen Feinkosthändler speisen. Die Wahl ist groß, aber Achtung: alles ist köstlich!

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Dreifaltigkeitskirche: das Meisterwerk von Ballu

Geburtstag: 1867, nach sechs Jahre andauernden Arbeiten unter der Leitung des berühmten Architekten Théodore Ballu. Erkennungsmerkmale: eine reich verzierte Fassade, die von der italienischen Renaissance und dem gotischen Stil inspiriert ist, überragt von einem 65 Meter hohen Kirchturm in Form eines Belfrieds. Charaktereigenschaften: ein monumentaler Chor und ein prachtvoller Hochaltar, flankiert von zehn Säulen, die die zehn Gebote darstellen, sowie eine Innenverzierung, die auf Farbabstufungen und strahlendes Gold setzt sowie zahlreiche Malereien der Akademischen Schule, die von Napoleon III. unterhalten wurde... Dazu ein 2013 neu angelegter Platz, von dem man aus das Ganze bewundern kann.

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Parc de Bagatelle: Erbe der noblen Feste

Parc de Bagatelle, Paris © OTCP - David Lefeuvre

Wie der Name schon sagt, konnte man sich hier sehr zerstreuen! Als Ergebnis einer Wette von 1777 zwischen Marie-Antoinette und dem Grafen von Artois wurde das Schloss Bagatelle - oder „folie“, für Narretei, wie man die den Ausschweifungen gewidmeten Pavillons nannte, innerhalb von 64 Tagen im Herzen des Bois de Boulogne erbaut.

In seinem englisch-chinesischen Stil scheint der Park des Schlosses einem Märchen entsprungen zu sein. Orangerie, Pagode, kleine Brücken, Felsen, Grotten, Wasserspiegel und Wasserfälle, umgeben von majestätischen Bäumen, Becken bestreut mit Lotus und Seerosen, die sich mit Gärten mit blumigen Themen abwechseln: Iris, Klematis und natürlich einen unglaublichen Rosengarten mit 1200 Arten.

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