Monumentales Paris

Eiffelturm, Invalides, Champ-de-mars, Pont Alexandre III – dieser Spaziergang steht im Zeichen des Übermaßes

Das Umfeld des Eiffelturms scheint unter dem Zeichen seines Übermaßes zu stehen. In klaren Nächten ist sein Licht bis zu 80 km weit sichtbar. Davon beeindruckt fühlt man sich gerade zu winzig in diesem Viertel, das von Kolossen und großen Grünflächen bestimmt wird.
 
 Gegenüber der Blumenverzierung der Weltausstellung von 1937 zum Beispiel: 71 Künstler dekorierten den Palais de Chaillot, vier Architekten entwarfen den Palais de Tokyo und seine weiße Säulenreihe. In diesem Palast erstrahlen die Freske der „Fée Électricite“ von Dufy und das monumentale Tryptichon „La Danse“ von Matisse. Das „Tor zur Hölle“ steht im Rodin-Museum.
 
 Und diese Aussicht! Eine erstreckt sich von der Esplanade des Invalides bis über Pont Alexandre III. Eine weitere bietet sich zwischen den Reiterstatuen der zwei Feldwebel, Foch an der Place Trocadéro und Joffre auf dem Champ-de-Mars, vor der Militärschule. Wussten Sie, dass aus dieser Institution ein junger Korse hervorging, der einen „exzellenten Seemann“ abgegeben hätte, und der niemand anderes als Napoléon Bonaparte war? Seine kaiserlichen Überreste ruhen heute wenige Meter entfernt, unter der vergoldeten Kuppel des Invalidendoms.

1 Museum für moderne Kunst der Stadt Paris

Das Museum für moderne Kunst der Stadt Paris, oder MaM, hat im Jahre 2006 nach einer Renovierungsperiode wieder eröffnet und befindet sich im Ostflügel des Palais de Tokyo. Es wurde 1947 eingeweiht und ist ein monumentales Gebäude in einem schlichten Stil, das aus zwei perfekt symmetrischen Flügeln, die von einem Brunnen und Treppenaufgang getrennt werden, besteht.

2 Palais de Tokyo - Site de Création Contemporaine

Palais de Tokyo, Paris © OTCP - Amélie Dupont

Zunächst befand sich hier ein Teil der ehemaligen Teppichmanufaktur der Savonnerie, doch im Jahre 1934 richtete der Staat hier ein Nationalmuseum für moderne Kunst ein. Am 24. Mai 1937 wurde der „Palais des Musées d’Art Moderne“ eingeweiht. Seitdem wurden zahlreiche Veränderungen unternommen, besonders was die Einrichtung der Kulturstätten im Herzen des Palais de Tokyo angeht. 1999 beschloss die Kultus- und Kommunikationsministerin Catherine Trautmann, den Westflügel des Gebäudes zu öffnen und dort das Zentrum für zeitgenössische Kunst einzurichten. Heute handelt es sich um ein wichtiges Kulturzentrum für die aufstrebende Szene, das auf verschiedene Weisen interdisziplinär und zeitgenössisch ist. Die wandelbare Einrichtung ermöglicht die Ausrichtung der verschiedensten Veranstaltungen.

3 Museum Galliera – Museum für Mode der Stadt Paris

Galliera Musée de la Mode de la ville de Paris © OTCP - Capucine Requillart

Das Galliera-Museum, Museum für Mode der Stadt Paris, befindet sich seit 1977 in einem vom Renaissance-Stil inspirierten Palais, der gegen Ende des 19. Jahrhunderts für die Herzogin von Galliera erbaut wurde.

4 Museum für asiatische Künste Guimet

Musée Guimet, Paris © OTCP - Marc Bertrand

Seit seiner Schöpfung durch Emile Guimet im Jahre 1889 hat das Museum bis heute nicht aufgehört, seine Sammlungen zu vergrößern und zu bereichern. Es zeigt fünf Jahrtausende asiatischer Kunst, doch die Zeit ist im Museum Guimet nicht stehen geblieben: im Bereich für Design werden Sie zuweilen erstaunt sein, Installationen zeitgenössischer Künstler in den Räumen vorzufinden.

5 Nationales Marinemuseum

Musée national de la Marine, Paris © OTCP - Amélie Dupont

Entdecken Sie eines der ältesten maritimen Museen der Welt und Treffpunkt für Liebhaber und Wissbegierige des Meeres: Schiffsmodelle seit dem 17. Jahrhundert, Malereien und Marineobjekte, Galionsfiguren und aktuelle Themen. Das Alter und die Vielfalt der Sammlungen macht aus dem Museum eines der wichtigsten Meeresmuseen der Welt.

6 Stadt der Architektur und des Kulturerbes

Cité de l'Architecture et du Patrimoine, Paris © OTCP - Marc Bertrand

Im Herzen des Palais Chaillot gelegen, wurde dem ehemaligen Museum für französische Bauwerke, das mit dem Französischen Architektur-Institut und der Ecole de Chaillot verbunden ist, ein neuer Anstrich verpasst, womit die Cité (Stadt) für Architektur und Kulturerbe geboren wurde.

7 Naturkundemuseum - Menschenmuseum

Musée de l’Homme, Galerie de l'Homme, mezzanine, d'où venons-nous, Museum national d'Histoire naturelle, Paris © Patrick Tourneboeuf - OPPIC - Tendance floue

Es wird sogar einen neuen Namen erhalten! Das Museum für Menschen ist zurzeit wegen Renovierung geschlossen, zeigt sich aber ab 2013 in neuem Glanz als wunderschönes Naturkundemuseum. Auf dem Programm: eine große Zeitreise von Beginn der Menschheit vor 150.000 Jahren bis heute, in vollständig überarbeiteten Ausstellungsräumen.

8 Trocadéro

Trocadéro, Paris © OTCP - Marc Verhille

Nichts ist vergleichbar mit dem „Troca“, dem einzigartigen Balkon, um den großen eisernen Nachbarn, den Eiffelturm, auf dem anderen Seineufer zu grüßen. Zwischen den runden Flügeln des kolossalen Palais de Chaillot, einem Wahrzeichen der 30er Jahre, den Terrassen und den abfallenden Hängen der Gärten, die von kaukasischen Nussbäumen und jahrhundertealten Haselnusssträuchern gesäumt sind, stehen goldschimmernde Bronzestatuen. Rollschuhfahrer und Inlineskater fahren in Zickzacklinien an den Wasserspielen entlang, unter den Augen von Apollon du Herkules, die an der Vorderseite der Pavillons aufgestellt sind.

9 Eiffelturm

Tour Eiffel - Paris © OTCP - DR

Erheben Sie die Augen zu 324 m Höhe! Nach zwanzig Jahren sollte er eigentlich auseinandergebaut werden, konnte aber dank seiner wissenschaftlichen Nutzung gerettet werden. Und hier noch einige Daten: 10.100 Tonnen, 2.500.000 Nietnägel, 1.665 Stufen. Zwei Jahre lang arbeiteten 50 Ingenieure und 132 Arbeiter unter der Anleitung von Gustav Eiffel erbittert an der Errichtung, seit der Eröffnung kamen 230 Millionen Besucher. Besondere Kennzeichen: Er steht für Paris und Frankreich in der ganzen Welt und funkelt jeden Abend bis 1:00 Uhr (im Winter) oder 2:00 (Sommer) morgens.

10 Champ-de-Mars

Champ de Mars, Le Mur pour la Paix © OTCP - David Lefranc

Der breite Park zu Füßen des berühmten Turms hat wirklich nichts Kriegerisches an sich! Hier findet man sogar eine Friedensmauer. Sein Name jedoch stammt vom Kriegsgott und datiert aus der Zeit seiner ersten Verwendung: Ein Exerzierfeld für die Kadetten der Militärschule. Später bildet er das Zentrum der Weltausstellung, und hier wird 1889 auch die große Attraktion, der Eiffelturm, errichtet.

11 Musée du Quai Branly

Musée du Quai Branly, Paris © OTCP - David Lefranc

Das Museum widmet sich den Künsten und Zivilisationen aus Afrika, Asien, Ozeanien und Amerika und befindet sich am Quai Branly gegenüber der Seine, ganz in der Nähe des Eiffelturms. Es wurde vom Architekten Jean Nouvel entworfen, 2006 von Präsident Jacques Chirac eingeweiht und besteht aus fünf Gebäuden mit einer Gesamtfläche von 40.600 m². Das Hauptgebäude, in dem Ausstellungen ausgerichtet werden, hat eine innovative Struktur in Form einer metallischen Brücke, die an den naheliegenden Eiffelturm erinnert.

12 Kanalisationsmuseum von Paris

Musée des égoûts de Paris © OTCP - Assainissement Ville de Paris

Paris weist das am meisten ausgebreitete Kanalisationsnetzwerk der Welt auf, das eine erstaunliche unterirdische Stadt bildet. Man kann über 2.400 km Gänge zählen, eine Länge wie von Paris nach Moskau!

13 Hôtel national des Invalides

Hôtel des Invalides, Paris © Thinkstock

Eine „königliche Herberge, die so groß ist und so viel Platz bietet, dass sie alle Offiziere, ob verstümmelt, alt oder ausgedient, aufnehmen kann“. Die Pensionäre kamen ab 1674. Die Kirche St. Louis – oder auch „Soldatenkirche“ – und die Domkirche (die zum militärischen Pantheon wurde) wurden später dazu gebaut. Dieses wunderbare Ensemble, königlich auch wegen seines grünen Rasens, beherbergt heute Kanonen (mit beängstigenden Namen wie „Das Unwesen“), das Verteidigungsministerium und die Museen des Befreiungsordens, der Reliefmodelle und der Armee. Das Armee-Museum zeigt das Grab von Napoleon, die Abteilung für frühere Waffen und Rüstungen und das der zwei Weltkriege.

14 Musée Maillol – Stiftung Dina-Vierny

Salle des Sculptures, Musée Maillol, Paris © DR

Mit 15 Jahren wurde Dina Vierny Modell, Muse und Freundin des Maler-Bildhauers Aristide Maillol (1861-1944). Die Stiftung und das Museum bringen das Werk des katalanischen Künstlers zu Tage und bieten eine Streifzug durch die Kunst des 20. Jahrhunderts anhand seiner Sammlung und der von Dina: B wie Bonnard, D wie Duchamp, K wie Kandinsky… V wie verführerisch! Stiftung Dina-Vierny.

15 Nationalmuseum Rodin

Musée Rodin, Paris © OTCP - Jacques Lebar

Mit seinem Sekretär, dem Dichter Rainer Maria Rilke, ließ sich Rodin 1908 mitten in einem Park, der von Brombeersträuchern und Hasen übervölkert war, nieder. 1919, zwei Jahre nach seinem Tod, öffnet hier ein Museum. Skulpturen aus Marmor, Bronze und Ton wechseln sich hier mit den Zeichnungen des Meisters, den Werken von Camille Claudel, seiner Muse und Gemälden seiner Freunde Carrières, Monet und Van Gogh ab. Im Garten haben Rosen und Statuen mittlerweile die Hasen abgelöst, doch der Charme bleibt ungebrochen. Hotel Biron.