Paris aus Steinen und Träumen
Die Geschichte von Paris lässt sich ebenso gut aus seinen Gemäuern lesen wie aus Büchern... Ein monumentales Kondensat aus Baustilen, das den aufmerksamen Spaziergänger nicht ungerührt lassen wird. Die Antike hat der Stadt ihre Thermen und Arenen hinterlassen. Das Mittelalter ist noch mit dem romanischen Kirchturm von Saint-Germain-des-Prés vertreten und die Finesse der Sainte-Chapelle lässt das Wunder der Gotik erkennen. Paris, das ist auch die Klassik des Zeitalters Ludwig XVI., mit seinen Kuppeln und Giebeln, seinen Traum von der Antike, der bereits von der Renaissance sanft berührt wird. Der Eklektizismus des zweiten französischen Kaiserreichs wird Sie verführen, die Straßenschneisen von Haussmann und die Metallarchitektur, die der Eiffelturm zelebriert als Speerspitze des Jugendstils. Der Art Deco-Stil steht dem in nichts nach und seine Modernität kündigt bereits die Symbole der Zukunft aus Beton und Glas an, einer Stadt, die sich unaufhörlich erneuert.
Romanische Kunst
Hier regiert der Rundbogen, robuste Mauern und kleine Öffnungen. Der im 11. Jahrhundert begonnene Bau von Saint-Germain-des-Prés ist die älteste Kirche der Metropole und viele ihrer Steine erzählen von den Wundern romanischer Kunst. Obwohl in Paris nur wenige Gebäude aus dieser Epoche heute noch erhalten sind, sind die noch sichtbaren Elemente einen Umweg wert: Bewundern Sie zum Beispiel die durchweg romanische Harmonie der Chorapsis der ehemaligen Abtei Saint-Martin-des-Champs (12. Jahrhundert) im 3. Arrondissement.