Die Architektur in Paris

Bon6358 Paris aus Steinen und Träumen

Die Geschichte von Paris lässt sich ebenso gut aus seinen Gemäuern lesen wie aus Büchern... Ein monumentales Kondensat aus Baustilen, das den aufmerksamen Spaziergänger nicht ungerührt lassen wird. Die Antike hat der Stadt ihre Thermen und Arenen hinterlassen. Das Mittelalter ist noch mit dem romanischen Kirchturm von Saint-Germain-des-Prés vertreten und die Finesse der Sainte-Chapelle lässt das Wunder der Gotik erkennen. Paris, das ist auch die Klassik des Zeitalters Ludwig XVI., mit seinen Kuppeln und Giebeln, seinen Traum von der Antike, der bereits von der Renaissance sanft berührt wird. Der Eklektizismus des zweiten französischen Kaiserreichs wird Sie verführen, die Straßenschneisen von Haussmann und die Metallarchitektur, die der Eiffelturm zelebriert als Speerspitze des Jugendstils. Der Art Deco-Stil steht dem in nichts nach und seine Modernität kündigt bereits die Symbole der Zukunft aus Beton und Glas an, einer Stadt, die sich unaufhörlich erneuert.

Die Stunde der Renaissance

RnavaletIm 16. Jahrhundert entwickelt sich in Frankreich durch den Einfluss italienischer Kunst das Gefallen an der Antike. Überall tauchen Säulen und kannelierte Pilaster auf, mit ionischen oder korinthischen Kapitellen, kurvenförmigen oder dreieckigen Frontgiebeln, Bandrasterdecken, weltlich inspirierte Skulpturen und deutlich entblößter Statuen, die an die Mythologie erinnern sollen.

Der Rundbogen kommt wieder in Mode. Zu dieser Zeit entsteht der neue Flügel des Louvre, das Hôtel Carnavalet, -eustache das Hôtel Lamoignon und der hinreißende Brunnen der Unschuldigen, die Fontaine des Innocents.

Die religiöse Architektur macht sich mit den Kirchen Saint-Eustache oder Saint-Etienne-du-Mont mit ihrem wunderschönen Lettner einen Namen. Ihre Innenarchitektur ist bereits von der Renaissance geprägt, doch ihre Struktur ist immer noch gotisch.

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