Spaziergang durch das legendäre Paris

Louvre, Concorde, Grand Palais, Champs-Elysées... Eine mythische Reise mitten in die Legenden von Paris

Ist diese Gegend legendär? Nein… Bis vielleicht auf das Lächeln der Mona Lisa und die Hieroglyphen der Condorde ist hier kaum Mythos zu finden: Die Hochzeit zu Kanaa, die Nike von Samothrake, die an den Ufern des Ägäischen Meeres gefunden wurde und die Spitzenklöpplerin von Vermeer im Louvre. Der Cour Carrée, die Grande Galerie, der Säulengang von 175 Metern – ein kleiner historischer Überblick, der sich unter den Trikolore-Fahnen des Elysée-Palastes bietet.
 
Aber darüber hinaus, was sehen Sie? Die Stufen des Grand und Petit Palais, die Seine unter den Geländersäulen der Tuileries, die Hotels in der Avenue Gabriel, die Couturiers der Avenue Montaigne, einige Picasso-Werke in der Orangerie. Vielleicht lassen Sie sich von den seidigen Zimmern von Jeanne Lanvin im Museum der dekorativen Künste verzaubern? Auch das futuristische Schiff des Drugstore zu Beginn der Avenue ist nicht schlecht. Die Paraden von 1918, der Befreiung, die Räder der Tour de France, die Wagen des 14. Juli, der Freudentaumel der Fußball-Weltmeisterschaft im Jahre 1998 – das alles sorgt doch schon für einen gewissen Ruf!

1 Arc de triomphe

Arc de Triomphe, Paris © OTCP - Angélique Clément

An der Spitze der Champs-Elysées, auf der Achse des Arc du Carrousel und des Défense-Bogens, triumphiert der Antikbogen von Napoleon. Er wurde 1806 in Auftrag gegeben, um den Sieg der Grande Armée zu feiern, und 1836 fertig gestellt. Seine riesigen Ausmaße – 50 m hoch, 45 m breit – eigneten sich für die großen Bildhauer Cortot, Étex und Rude, mit seiner berühmten Marseillaise. Am 11. November 1920 wurde der Leichnam des unbekannten Soldaten, der die 1.500.000 Toten des „großen Kriegs“ symbolisierte, in das Gewölbe unter dem Bogen und der geweihten Steinplatte versenkt und einzementiert. Zwei Jahre später wurde ein ewiges Licht auf diesem Grab entzündet, um ihn nicht zu vergessen.

2 Champs-Élysées

Weihnachtsbeleuchtung, avenue des Champs Elysées, Paris © OTCP - Angélique Clément

Zwischen Etoile und Concorde erstreckt sich ein symbolträchtiger Abschnitt mit der verlängerten Perspektive von der Louvre-Pyramide bis zu Défense. Die ersten Schritte dieses Besucherziels der Parade am 14. Juli sind allerdings eher bescheiden.

3 Musée Jacquemart-André

Musée Jacquemart André, Paris © OTCP - Marc Bertrand

Nélie Jacquemart kam, um ein Portrait von Edouard André, einem Bankierserben, anzufertigen, und blieb. Die beiden widmeten ihr Vermögen einer Kollektion, die in ihrem 1875 erstandenen Hotel ausgestellt wurde. Prunksäle, Wintergarten und Privatappartements geschmückt mit Louis XV.- und Louis XVI.-Möbeln, Gemälde von Boucher, Chardin und Fragonard und Schätze aus der italienischen Renaissance, die von Reisen mitgebracht wurden. Das Herrenzimmer ist englisch eingerichtet, mit Hoppner, Lawrence und Reynolds. Flämische und holländische Meister des 17. Jahrhunderts, ausgebildet von Rembrandt, zieren die Bibliothek.

4 Parc Monceau

Parc Monceau, Paris © OTCP - Amélie Dupont

Der Parc Monceau ist zwischen dem 8. und dem 17. Arrondissement gelegen und bildet einen wunderschönen Ort für Spaziergänge. Er wurde 1769 vom Duc de Chartre erschaffen und unter Napoleon III. von Baron Haussmann neu entworfen. Er beherbergt wunderschöne Bäume, darunter einen 158-jährigen Bergahorn von 30 m Höhe, sowie Statuen berühmter Persönlichkeiten.

5 Musée Cernuschi

Henri Cernuschi (1821-1896) hat der Stadt seine Werke asiatischer Kunst vermacht, natürlich ohne es zu versäumen, diese auch würdig am Rande des Parc Monceau unterzubringen. Das Museum ist untrennbar verbunden mit der Kunst und der Archäologie des Alten Chinas von der Jungsteinzeit bis ins 13. Jahrhundert und beherbergt einen riesigen Bronze-Buddha, der vor einer lichtdurchfluteten Wandöffnung meditiert.

6 Chapelle expiatoire

Chapelle Expiatoire, Paris © OTCP - Amélie Dupont

Louis XVI. und Marie-Antoinette wurden 1793 enthauptet und hastig auf dem Madeleine-Friedhof, an dem Standort des heutigen Louis-XVI.-Platzes, begraben. Bei Restaurierungen wurden ihre Leichname exhumiert und in die Basilika von Saint-Denis verbracht. Louis XVIII. gab an der Stelle ihres ersten Grabmahls eine Grabkapelle in Auftrag, die 1826 vollendet wurde. Sie ist in Form eines griechischen Kreuzes ausgerichtet und innen mit Engeln, Lilien und einem Altar aus weißem Marmor verziert. Cortot fertigte eine Marie-Antoinette an, die von der Religion gestützt wird.

7 Palais de la Découverte

Palais de la Découverte, Paris © EPPDCSI - OTCP - Amélie Dupont

Warum leuchtet eine Glühbirne? Können Tiere sprechen? Was befindet sich im Weltraum? Diese Fragen werden im Palais de la Découverte, einem wissenschaftlichen Zentrum und Museum für allgemeinverständliche Wissensvermittlung, anhand von ultramodernen Hilfsmitten, die in Echtzeit reagieren, geklärt. Hier werden spektakuläre Versuche rund um die Themen Erde und Universum, Materie und Energie und lebendige Mathematik unternommen, die die temporären und dauerhaften Ausstellungen bestimmen. Man sieht „entstehende Wissenschaft“ und kann im Planetarium durch die Gestirne reisen.

8 Nationalgalerien des Grand Palais

Le Grand Palais, Paris © OTCP - David Lefranc

Dieses große Gebilde aus Glas, Metall und Stein befindet sich in der Nähe der Champs-Elysées. Das Gebäude wurde für die Weltausstellung im Jahre 1900 erbaut und hat bereits tausend Leben hinter sich. Es war der Spiegel des 20. Jahrhunderts dank seiner künstlerischen oder technischen Messen, die hier präsentiert wurden.

9 Petit Palais

Le Petit Palais, Paris © OTCP - David Lefranc

Genau wie sein „Großer“ Nachbar zeugt auch der Petit Palais vom vielseitigen Prunk der Weltausstellung von 1900. Das Eingangsgitter ist ein Meisterwerk aus Eisen. Das Gebäude erstrahlt rund um einen orientalisch anmutenden Innengarten aus dem 19. Jahrhundert in weißem und farbigem Marmor, mit Zierleisten, Marmorranken, bemalten Decken, Mosaikpflaster und Opalfenstern. Seit 1902 beherbergt es das Museum für Schöne Künste der Stadt Paris. Es wurde vollständig restauriert, und durchzieht gelassen und mit Charme die Antike bis 1918 mit Bildern, Skulpturen und Kunstobjekten. Hier entdecken Sie unter anderem griechische Amphoren, orthodoxe Ikonen, gotische Elfenbeinfiguren, italienische Madonnen, Gemälde von Rubens, sächsisches Porzellan und mundgeblasene Vasen.

10 Place de la Concorde

Big Wheel, place de la Concorde, Paris © OTCP - Amélie Dupont

Die Anlage der Place Louis XV. stammt aus dem Jahre 1755. Die Hotels Marine und Crillon unterstreichen die Achse der Monarchenstatue, die nach dreißig Jahren umgestürzt wurde. Als Place de la Révolution wurden hier Ludwig XVI., Marie-Antoinette, Danton und Robespierre geköpft. Als Place de la Concorde hat man sich allerdings inzwischen mit der Geschichte ausgesöhnt.

11 Nationalversammlung - Palais Bourbon

Der Palais Bourbon, in dem sich die Nationalversammlung in ihren verschiedenen Ausbildungen seit 1798 befindet, ist von aristokratischer Abstammung! Es wurde 1726 von Louise-Francoise, der Tochter von Ludwig XIV. und Madame de Montespan erbaut, und Witwe des Bourbonen-Herzogs.

12 Museum der Orangerie

Musée de l'Orangerie © OTCP - David Lefranc

Die Orangerie der Tuileries wurde 1852 gebaut, verlor aber dann bald ihre Obstbäume und wurde zum Materiallager und Ausrichtungsort für Prüfungen und Hundewettbewerbe. Ihr Schicksal klärte sich, als Monet sie als Unterstand für das große Seerosen-Ensemble wählte, an dem er von 1914 bis zu seinem Tode acht Jahre später arbeitete. Seit der Renovierung 2006 haben hier Seerosen, Trauerweiden und Spiegelungen von Bäumen und Wolken (zwei Meter hoch und beinahe 100 Meter lang) im Tageslicht zu ihrem Sinn und Zweck gefunden. Von diesem idealen Ort profitiert ebenso die Kollektion von Paul Guillaume, von dem man sagte, „seine Bilder und Statuen würden ihm zuflüstern“. Tatsächlich erzeugen „seine“ Werke von Renoir, Cézanne, Rousseau, Modigliani, Marie Laurencin, Matisse, Derain, Picasso, Soutine und Utrillo ein gewisses Flair.

13 Museum Jeu de Paume bei Concorde

Façade du Musée du Jeu de Paume, Paris © OTCP - DR

Wir irren uns nicht: Der berühmte Eid wurde in einem anderen Raum in Versailles geleistet! Dieser wurde erst 1861 gebaut, und als Tennis das Jeu de Paume überholte, in einen Kunstsaal umfunktioniert. Seit 1987 widmet sich die neu hergerichtete Galerie dem Bilde, und streift dabei Epochen und Techniken von den Ursprüngen der Fotografie bis zu den Videos des 21. Jahrhunderts. Die eklatanten Ausstellungen mit Filmen und Vorträgen sollten mit einem Spaziergang in den Tuileries verbunden werden, um das Vergnügen auszudehnen.

14 Jardin des Tuileries

Jardin des Tuileries, Paris © OTCP - David Lefranc

Mit ein wenig Übertreibung könnte man behaupten, hier gäbe es mehr Statuen als Bäume. Unzählige Werke stehen auf den Terrassen, in den französischen Beeten, den Wäldchen und an den Becken: Spartakus auf Marmorsockel und die zeitgenössischen Welcoming Hands von Louise Bourgeois, klassische Allegorien und ein Tricolore-Tinguely… Die grünen Bronzestatuen von Maillol erheben sich aus dem Pflanzenlabyrinth, das die Tuileries bis zum Louvre verlängert. Am anderen Ende, in der Perspektive der großen Achse, öffnet sich der Garten zum Louvre. Dazwischen findet man Erholung, Spiel, Teehäuser und Spazierwege. 1. Arrondissement, Metrostation Concorde.

15 Museum der Werbung

Musée des Arts décoratifs, Paris © OTCP - Marc Bertrand

Die Sammlung von Postern, von denen einige aus dem 18. Jahrhundert stammen, von Presseankündigungen, Filmen und Radiospots zeigen die Werbung in all ihren Formen: Eine Retrospektive chinesischer Poster, eine Hommage an die Pioniere der Reklame, ein Walzer aus Logos, Bilderstärke von Man Ray bis Jean-Paul Goude, der Epos des Biscuit Nantais oder des Senegalesischen Schützen auf der Kakaodose. Diese Werke können aufgrund ihrer Empfindlichkeit nicht dauerhaft ausgestellt werden und werden daher nur in zeitlich begrenzten Ausstellungen gezeigt. Die Multimediathek ist hingegen für alle zugänglich.

16 Mode und Textilmuseum

Musée des Arts décoratifs, Paris © OTCP - Marc Bertrand

Seide, Stickereien, Drucke, Spitze, Gobelin etc. – insgesamt 31.000 Teile schildern ein textiles Abenteuer seit dem 14. Jahrhundert. Modisch wird das anhand einer Kostüm- und Accessoiresammlung des 17. Jahrhundert bis zu den Schöpfungen von Balmain, Chanel, Dior, Lanvin, Lacroix, Poiret oder Saint-Lauren verdeutlicht. Diese Werke können aufgrund ihrer Empfindlichkeit nicht dauerhaft ausgestellt werden, und werden daher nur in zeitlich begrenzten Ausstellungen gezeigt.

17 Museum für Dekorative Künste

Musée des Arts décoratifs, Paris © OTCP - Marc Bertrand

Seit der Renovierung gestaltet sich ein Gang vom Hauptteil bis zu den Galerien noch schöner. Weiße, weite Räume, rote Kalligrafie-Zitate an den Wänden; vom Mittelalter bis heute sind Glasobjekte, Holz oder Stoff aufgereiht, die uns mit Wissen und Luxus umgeben. Objekte aus den Glanzzeiten des Mittelalters und der Renaissance verschönern diesen Ort und verleihen seiner Größe Ausdruck. Von Heinrich IV. bis Louis XVI., alles erstrahlt in voller Pracht. Eben- und Rosenholz, klassisches Ideal, Annehmlichkeiten und Philosophie repräsentieren den Glanz der Säle. Im 19. Jahrhundert triumphiert der großbürgerliche Prunk, darauf folgen die Rundungen des Art Nouveau, die Geometrie des Art Deco, die industrielle Logik und der Funktionalismus der 50er Jahre. Plastik und Anti-Konformismus schreiben die Geschichte weiter, bis zum Individualismus und dem Streben nach natürlichem Komfort. Der Trend 2000 ist eher… sachlich.

18 Louvre-Museum

Musée du Louvre, Paris © OTCP - David Lefranc - Ieoh Ming Peï

Das größte Museum von Paris, der Palast der Mona Lisa, des Floßes des Medusa und der Venus von Milo war zunächst einmal ein Juwel der Könige, Kaiser und Präsidenten von Frankreich. Von der dunklen Festung Ende des 12. Jahrhunderts zur Glaspyramide von Peï, die 1989 eingeweiht wurde, haben hier bereits viele regiert, und fast jeder hat seinen Stempel aufgedrückt: Renaissance, Klassik, erstes und zweites Kaiserreich, Gegenwart… Von dem Bau des Palais des Tuileries, nur wenige hundert Meter entfernt, bis zu seiner Zerstörung im Jahre 1871, wurde eine kontinuierliche Vergrößerung unternommen, um beide königlichen Residenzen miteinander zu verbinden. Seit 1793 ist der Louvre ein Museum, das Werke der westlichen Kunst vom Mittelalter bis 1848 beherbergt. Orientalische, ägyptische, griechische, etruskische und romanische Zivilisationen haben es beeinflusst, sowie auch bildende und islamische Kunst.

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