Einzigartiges Paris

Der Château de Vincennes, Bercy Village... Entdecken Sie Paris wie Sie ihn niemals gesehen haben !

Kurs auf den Südosten, in ein weiträumiges Viertel, das zurzeit große Veränderungen und Umorientierungen erfährt.
 
Stillgelegte Bahnlinien wurden mit Blumensamen, Bänkchen und Halfpipes versehen. Die futuristische Säulenhalle des Finanzministeriums ragt über den Quai hinaus, wo sie sich im Wasser spiegeln kann.
 
Künstler erschaffen und proben in den Frigos, dem ehemaligen Kühlbahnhof von Paris-Ivry.
 
Blumenpalisaden und Arbeitersiedlungen neben Wolkenkratzern, Biogärtchen in den brachliegenden Industriegebieten, Lagerhallen neben den Milchglasscheiben der Büros.
 
Um über die Seine von hier nach dort zu gelangen, gibt es begrünte Tunnels, Brücken aus spindelförmigem Stahl, einen Fußgängerüberweg, der sich zwischen den vier Türmen der Nationalbibliothek von Frankreich erstreckt, und den modernen Kinopalast
 
Aus der Zeit der mittelalterlichen Gerber am Ufer der Bièvre ist nichts verlorengegangen, es hat sich nur verändert !

1 Die Butte-aux-Cailles

La Butte aux Cailles, Paris © OTCP - David Lefranc

Die Butte-aux-Cailles steigt bis zu 63 m hoch an. Sie ist höher als der Berg Sainte Geneviève und der Montmartre-Hügel. Ursprünglich war der Hügel von Mühlen übersäht. Hier fand man Händler, Handwerker, Lumpensammler, Kohleverkäufer, und sogar Flusskrebsfischer, die von der Bièvre und ihrem Reichtum angezogen wurden. Heute zählt das Viertel viele belebte Restaurants und Bars, und es herrscht noch immer eine dörfliche Atmosphäre.

2 Nationale Gobelin-Manufaktur

Manufacture des Gobelins, Paris © OTCP

Der "Scharlachfärber" Jean Gobelin ließ sich um 1440 am Ufer der Bièvre nieder. 1667 versammelte Colbert Teppichwebereien, Kunsttischlereien und Goldschmieden, um die königliche Manufaktur der Möbel der Krone zu bilden. Der Name Gobelin strahlte von da an über den Höfen Europas. Auch heute noch wird der künstlerische Anspruch hochgehalten und 1 m² Teppich pro Jahr mit der Hautelisse-Technik gewebt.

3 Die Docks – Cité de la mode et du design: zurück in die Zukunft

Cité de la Mode et du Design, Paris © OTCP - Amélie Dupont

Neben dem Bahnhof Gare d'Austerlitz zieht ein grünes Gebäude am Ufer der Seine die Aufmerksamkeit auf sich: die Docks - Cité de la mode et du design. Dieses 2012 eingeweihte Zentrum ist aufstrebenden zeitgenössischen Kunstwerken gewidmet. Es ist schwer vorstellbar, dass hier einst ein Industriegebäude stand... das 1907 errichtet wurde! Doch wenn man genau hinsieht, erkennt man noch das historische Gebäude des ehemaligen Lagerkomplexes von Austerlitz. Das Architektenduo Jakob + MacFarlane hat ein architektonisches Monument geschaffen, das meisterhaft zwischen Sanierung und Neugestaltung schwankt. Die ursprüngliche Betonstruktur wurde beibehalten und mit einer apfelgrünen Glasfassade umhüllt, die das bestehende Gebäude überlagert. Mit diesem Verfahren (das sie „Plug over“ nennen) hat das französisch-neuseeländische Duo bereits beim Entwurf des Restaurants Georges im Centre Pompidou gearbeitet. Nachts erstrahlt das Gebäude dank einer Installation des Lichtkünstlers Yann Kersalé in hellem Glanz.

4 Die Bibliothèque Nationale François Mitterrand - Kultur in voller Pracht

Bibliothèque Nationale de France © OTCP - David Lefranc

Auf geht´s in den Südosten der Hauptstadt in das Viertel Tolbiac, inmitten des 13. Arrondissements. Hier steht seit 1995 das beeindruckende Gebäude der Bibliothèque Nationale François Mitterrand, in der sich ein Teil der Sammlung der ursprünglichen Nationalbibliothek (Rue de Richelieu) befindet. Dieses vom französischen Architekten Dominique Perrault entworfene Bauwerk feierte im vergangenen März sein zwanzigjähriges Bestehen. Das Gebäude überzeugt mit einer eleganten und minimalistischen Ästhetik, die sich an dem Motto „Weniger ist mehr“ des berühmten deutschen Architekten Mies van der Rohe orientiert. Das Bauwerk besteht aus vier L-förmigen Türmen, die aufgeschlagene Bücher symbolisieren: eine schöne Anspielung für eine Bibliothek! Auch die Zwischenräume spielen eine bedeutende Rolle: die weder durch Mauern noch Zäune geschützten Türme befinden sich in unmittelbarer Nähe und umgeben ein allen zugängliches Areal. Dieser Zwischenraum wird von einem herrlichen Garten ausgefüllt. Nach dem Bau der Bnf ist ein neues Pariser Viertel rund um das Gebäude und auf beiden Seiten der Seine entstanden, die mit der Passerelle Simone de Beauvoir (Feichtinger, 2006) miteinander verbunden sind.

5 Simone de Beauvoir-Steg

Passerelle Simone de Beauvoir, Paris © OTCP - Amélie Dupont

Im Geiste dieser Brücke - der 37. in Paris, wurde ein Architektur-Wettbewerb ausgeschrieben, mit dem Ziel, das neue Viertel der Bibliothek François Mitterrand (13. Arr.) mit Bercy (12. Arr.) zu verbinden.

6 Parc de Bercy

Parc de Bercy, Paris © OTCP - Jacques Lebar

Der Park wurde am Standort der ehemaligen Weinlagerhallen von Bercy eingerichtet (ein Weinlager und Gleise sind noch immer zu sehen) und besteht aus drei Gärten: Der „romantische Garten“, mit Wasserbecken, Fischen und Maison du Lac, die „Beete“, in denen sich ein Rosenhain, Weinreben, ein Gemüsegarten und ein Gärtnerhaus befinden, und die „Große Prairie“, mit weitläufigen Rasenflächen, die zum Ausruhen einladen. Die Sportlicheren unter uns können gratis den Rollschuh-Park zwischen dem POPB und der großen Treppe besuchen.

7 AccorHotels Arena

Palais Omnisports de Paris Bercy © OTCP - David Lefranc

Unter der mit Rasen überwachsenen Pyramide finden Shows der Pop-Rock Diven, Reitvorführungen oder Skilaufen statt: Alles ist möglich, ab 4 Euro sogar Eislaufen auf der Sonia-Henie-Eisbahn. Aufgrund seiner Vielseitigkeit kann dieser Ort jede Saison für 150 verschiedene Sport- und Kulturevents verwandelt werden.

8 Die Cinémathèque française

La Cinémathèque française, Paris © OTCP - Amélie Dupont

Am Rande des Bercy-Parks hat die 7. Kunst ein Gebäude errichtet, das „Die Tänzerin, die ihr Tutu hebt“ genannt wird. Anlässlich der Filmzyklen entdeckt man hier große Klassiker und unbekannte Werke, und als Bonus bilden Ausstellungen, Zusammenkünfte für die Kleinen und eine Filmbibliothek ein Nirwana für Filmfans.

9 Bercy Village - Cour Saint Emilion

Bercy village, Paris © OTCP - Amélie Dupont

Wie der Park ist auch das benachbarte Viertel für Fußgänger reserviert. Themenrestaurants, Kinos, gute Weinläden oder Zen-Kultur für Körper und Geist haben sich unter den kleinen spitzen Dächern eingenistet und vom Weinlager aus dem 19. Jahrhundert sind noch Holzbalken und Steine zu sehen.

10 Cité Nationale für Immigrationsgeschichte - Palais de la Porte Dorée

Cité nationale de l'histoire de l'immigration, Paris © OTCP - Marc Bertrand

Der Palais de la Porte Dorée ist seit 1987 als historisches Bauwerk eingestuft und beherbergt in seinem Innern die Cité Nationale für Immigrationsgeschichte. Das Museum zeigt seinen Besuchern Werke, die einen Blick auf die Kunst und Kultur der Immigration erlauben.

11 Tropisches Aquarium - Palais de la Porte-Dorée

Discus, Aquarium tropical de la Porte Dorée, Paris © DR

Das Aquarium Tropical de la Porte Dorée ist ein öffentliches Aquarium, das älteste der Hauptstadt! Es beherbergt eine Wasserfauna aus vielen exotischen Regionen. Alle gezeigten Arten sind sehr lehrreich: elektrische Fische, Piranhas, Wirbellose, Haie und mehr.

12 Bois de Vincennes

Paris, Bois de Vincennes, balade en barque © OTCP - Amélie Dupont

995 Hektar Bäume, Seen, Inseln und Gras! Dieses königliche Jagdgebiet wurde zur weitläufigsten Grünfläche von Paris und verfügt über 32 km autofreie Straßen, fast 20 km Radwege und ebenso viele Reitwege. Der Wald beherbergt außerdem einen Zoo (wegen Sanierung bis 2012 geschlossen), einen Rennplatz, ein Vogelreservat, einen buddhistischen Tempel, und die Cartoucherie de Vincennes, einen Ort für Theaterschöpfungen, der von Ariane Mnouchkine auf einem ehemaligen Militärgelände gegründet wurde.

13 Parc Floral de Paris

Parc floral de Vincennes, Paris © OTCP - Amélie Dupont

Zur schönen Jahreszeit wiegen Jazz- und Klassikkonzerte unter freiem Himmel die Täler, Zierteiche, Patios, den Pinienwald, die Zedern und Buchen. Im Apfelhain kultiviert der außergewöhnliche Garten exotische Pflanzen und Gemüse aus alten Zeiten, unter den Treibhäusern des Schmetterlingsgartens sind es eher Kokons und Puppen. Außerdem: der Dahliengarten, das Blumental, Sonnenblumen, Weizen und Wicken…

14 Château de Vincennes

Château de Vincennes © Thinkstock

Ludwig der Heilige (1226-1279), König von Frankreich, machte Vincennes berühmt, indem er Gericht unter eine Eiche im Wald hielt. Vor einem Jahrhundert ließ Karl V. dort einen Zwinger, eine Mauer und eine Kappelle bauen. Im 17. Jahrhundert wuchs Ludwig XIII. hier auf, und auch Ludwig XIV. verweilte dort. Halb Festung, halb klassischer Palais – das Ganze ist wunderschön und eine Führung oder einen Konzertbesuch in der Kappelle wert!

15 Viaduc des Arts

Viaduc des Arts, Paris © OTCP - Amélie Dupont

Der Ausflug beginnt in der Höhe, in der Avenue Daumesnil. Eine Treppe führt auf das Viadukt ehemaliger Bahngleise. Deren Gewölbe sind mittlerweile von über fünfzig Kunsthandwerkern und Designern bevölkert, wo Holz, Leder, Kupfer, Rinde, Faden, Gouache, Marmor, Schaum, Stroh, Papier, Pigmente, Erde, Glas vor Ihren Augen verarbeitet werden. Von dort aus gelangt man zum ehemaligen Sitz der Merowinger, heute der Reuilly-Garten und sein halbmondförmiger Rasen. Weiter über einen Steg und durch einen Tunnel, und dann zeigt sich die grüne Schneise des kleinen Gürtels, der einst Paris mit Gleisen umgab. Insgesamt sind es 4,5 km pures Vergnügen bis hin zum Waldrand des Bois de Vincennes!

16 Promenade plantée

Promenade plantée, Paris © OTCP - David Lefranc

Die bepflanzte Promenade wurde 1988 von Philippe Mathieux und Jacques Vergely am Standort der ehemaligen Bahnlinie erschaffen, die seit 1859 die Place de la Bastille mit Varenne-Saint-Maur verband. Sie vereint wilde Pflanzenarten, die früher die Umgebung der Eisenbahnlinie überwucherten, mit moderneren Anlagen.

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