Die Pariser Sehenswürdigkeiten

Der Oper, der Palais-Royal, place de la Madeleine, die großen Boulevards… Paris und die Belle Epoque

Seine schillernden Schmuckstücke sind gold-, marmor- und kristallverziert. Bewundern Sie die Kuppel der Oper, die Rue Royale und die Rue de la Paix, die englischen Schneider, die Teesalons, die Luxushotels mit ihren Pagen, die Diamanten des Place Vendôme und die Gärten des Palais-Royal
Wenn die Comédie-Française nur einige Schritte entfernt ihre Aufführungen gibt, zeigen sich die Läden der Umgebung von ihrer besten Seite: von Bonbonschachteln über Spieldosen, von seidenbespannten Räumen über ein organisiertes Durcheinander von antiken Lederwaren und Gravuren… Man sagt dennoch, dass sich so manche üblen Dinge unter diesen eleganten Arkaden, wo heute Tretroller durchfitzen, zugetragen haben. Das stimmt. Und dass die Tänzerinnen der Oper so manchen Herrn an den Bettelstab gebracht hätten. Auch das ist wahr. 
Und wie steht es mit den großen Boulevards? Sind sie nicht aufregend, die Music-Halls, die Café-Theater, die Unmengen von Straßentheatern mit spöttischem Witz? Oh, doch, so wie die großen Geschäfte auf dem Boulevard Haussmann: großartiger Chic und ein bisschen Sand in die Augen. Alles erscheint so viel raffinierter unter den Jugendstilfenstern ihrer Kuppeln! All dies war die Belle Epoque, und in Paris besteht sie noch immer. 

1 Comédie-Française

Comédie Française, Paris © OTCP - Amélie Dupont

Diese beiden Worte flößen Respekt ein: Comédie-Française. Ganz genau! An diesem Theater spielen die Comédiens-Français („französischen Schauspieler“). Und dort, Ecke Palais-Royal, spielt ihre feste Truppe, die aus der Fusion der Truppe von Molière mit der des Hôtel de Bourgogne 1680 hervorgeht und deklamiert das französische Repertoire seit dem Ende des 18. Jh. Kandelaber und Büsten der großen Autoren geleiten Sie bis zu den gepolsterten Türen des in rot golden gehaltenen Saals. Pssst!

2 Palais-Royal

Palais Royal, les colonnes de Buren, Paris © OTCP - Jordane Blachas

Richelieu macht den Anfang der Geschichte und erbaut hier seinen Wohnsitz. Ludwig XIV. erbt ihn und vermacht ihn seinem Bruder. Philippe von Orléans und sein Sohn vergrößern den Bau. 1780 öffnet der verschuldete Philippe Egalité den Außenrand der Gärten für den Handel: Dafür werden sechzig von Arkaden gestützte Stände erbaut. Prostitution, Glücksspiel und Skandale ergreifen vom Palast Besitz. Und da der Polizei dort der Zutritt verboten ist, wird er zu einer Bastion revolutionärer Machenschaften bis 1793. Heute ist der Palais-Royal gezähmt und beherbergt das Ministerium für Kultur und mehrere andere Institutionen, sehr schicke Boutiquen, exquisite Diners und einen Garten mit vier Reihen von Linden. Gezähmt… aber doch nicht ganz zahm: Das Streifenmuster der Säulen von Buren hätte 1986 beinahe die Revolution wieder aufflammen lassen.

3 Place des Victoires

Place des Victoires, Paris © OTCP - Claire Pignol

Bevor er von der Mode und den Designern des Viertels übernommen wurde, wurde dieser fast perfekte Kreisel von einem reichen Marquis entworfen, um Ludwig XIV. zu huldigen.

4 Bourse de Paris (Pariser Börse)

La Palais Brongniart, Paris © OTCP - Marc Bertrand

Nach über 150 Jahren Stimmengewirr sind die Rufe der Aktienmakler 1987 unter der Kuppel des Palais Brongniart verstummt. Die Börse wurde elektronisch und ihr neoklassizistischer, säulengesäumter Tempel öffnet heute seinen Marmorsaal und sein mit Schnitzereien und Fresken dekoriertes Schiff für Neugierige. Um die berühmte „Corbeille“, zentraler Platz für den Aktienhandel bis 1987, erinnern Glasboxen und eine Kreidetafel für die Kursveränderungen an die Präsenzbörse.

5 Bibliothèque nationale – site Richelieu

BNF Site Richelieu, Paris © OTCP - Magalie Corouge

Schick und in fleißigem und freundlichem Ambiente beherbergt sie Zeitausstellungen in ihrer Krypta und in den wundervollen Galerien Mazarine und Mansart. Sie enthält die Abteilungen für Manuskripte, Karten und Pläne, Musik, Drucke und Fotografien, Theater, Münzen, Medaillen und Antikes. Aber keine Angst, diese ehrenwerte Institution, die unter Karl V. gegründet wurde und seit 1721 an dem Standort Richelieu ansässig ist, bewahrt auch wahre Schätze: den Thron des Königs Dagobert, den Fächer von Diane de Poitiers, die neun Emailkuppeln im Großen Lesesaal…

6 Die überdachten Passagen

Passage des Princes, Paris © OTCP - David Lefranc

Anfang des 19. Jh. gestaltet Haussmann Paris neu. Straßencafés und –theater sind bestens besucht, man durchbricht Passagen, damit die Menge hindurchströmen kann. Die „Menschenaquarien“, die der Dichter Aragon beschreibt, sind noch ausgefallene Wege zu mit Holz verzierten Boutiquen: gedämpfte Anmut und prickelnde Kreationen in den Passagen Vivienne oder des Grand-Cerf; Ramsch und der Geist von Céline in der Passage Choiseul; Marmor, Kunst und Lebensart in den Galerien Véro-Dodat und Colbert; Drucke, Sepiazeichnungen und antike Spielsachen in den Passagen Verdeau und Jouffroy; Kitsch in den Panoramapassagen…

7 Place Vendôme

Place Vendôme, Paris © OTCP - David Lefranc

Als Vorzeigestück des klassischen Urbanismus und Symbol absoluter Macht verkörperte die Place Vendôme schon immer Eleganz und Reichtum. Seit dem zweiten Kaiserreich hat der Luxus die Politik verdrängt: große Namen der Juwelierskunst haben hier ihre Geschäfte eröffnet und bieten den Besuchern zu deren größtem Vergnügen kostbar ausgestattete Schaufenster!

8 Musée Maxim’s

Das Maxim’s von 1900 war schick und dekadent. Über dem Restaurant räkelten sich die Kurtisanen der Belle Epoque in Alkoven, die aus der Jugendstilsammlung von Pierre Cardin nachgestellt wurden. Von schamlosen Gemälden über Tiffanylampen, von einem für ein romantisches Essen gedeckten Tisch bis hin zum von Majorelle designten Bett, überall glaubt man, das Rauschen der Unterröcke der schönen Otero zu hören.

9 Place de la Madeleine

L'Eglise de la Madeleine, Paris © OTCP - Marc Verhille

Die Place de la Madeleine umringt die berühmte gleichnamige Kirche und ist für ihre Luxusgeschäfte und die Feinkostläden bekannt. Zahlreiche historische und noble Restaurants florieren hier und bieten eine freie Sicht auf das imposante Bauwerk.

10 Madeleine-Kirche

L'Eglise de la Madeleine, Paris © OTCP - Amélie Dupont

Die Madeleine-Kirche wurde 1842 fertig gestellt und vereint Elemente eines griechischen Tempels: weder Glockenturm, noch Kreuze außen, dafür aber zwei monumentale Pforten und ein Wald aus korinthischen Säulen. Oben von den Stufen aus ist die Sicht fast so schön wie vom Olymp!

11 Palais Garnier – Pariser Nationaloper

Opéra national de Paris © OTCP - David Lefranc

Der Palast steht für den Prunk des Zweiten Empire, aber er wurde in der Dritten Republik eingeweiht, nach 15 Jahren voller Schicksalsschlägen, darunter die Entdeckung einer unterirdischen Wasserschicht, ein Albtraum für den Architekten Charles Garnier. Dieser unterirdische See, Schauplatz von Hinrichtungen während der Pariser Kommune, inspirierte den Schriftsteller Gaston Leroux zu seinem Roman "Das Phantom der Oper". Aber besichtigen wir sein Inneres: An der von Chagall bemalten Decke hängt ein acht Tonnen schwerer Kristallleuchter, rote Samtsitze rahmen eine Bühne im italienischen Stil, auf der sich Theater und Tanz abwechseln.

12 Musée du parfum Fragonard

Nouveau musée du parfum Fragonard, Paris © OTCP - DR

Dieses kleine Museum präsentiert Träume in Destillen, in Kästchen auf marmornen Frisiertischchen, in Schatullen aus Opal, aus Murano- oder Böhmerglas. Auch wenn Moschusnoten, Bernsteinhauch, würzige Gerüche nach Iris oder pudrige nach Anis und Nelke sich verflüchtigen: Es verbleiben farbige Schmuckverschlüsse aus Glaspaste, Kristallflakons mit Silberketten, zinngefasste Zerstäuber und Seidenpompons.

13 Paris Story

Paris Story © OTCP - DR

Nehmen Sie ein Museum für Multimedia, in dem Victor Hugo die Geschichte von Paris für Sie wieder aufleben lässt, geben Sie die interaktiven Modelle „Paris-Miniatur“ und „Paris-Erlebnis“ dazu und projizieren Sie themengebundene Videos auf eine revolutionäre 3D-Leinwand: 2000 Jahre der Geschichte der Hauptstadt gehören Ihnen.

14 Musée Grévin

Musée Grévin, Paris © OTCP - Amélie Dupont

Jeder Neuankömmling wurde von einer Jury aus Journalisten ausgewählt. Dann: Modell sitzen, Wachsabdruck, Schminke, Erstellung der Bekleidung und der Accessoires. Seit 1882 setzt das Museum große Persönlichkeiten aus Geschichte und Sport, Kunst, Wissenschaft und Politik in Wachs und in Szene. 250 sind es heute! Jimi Hendrix, Einstein, Mozart und Ludwig XIV. unter einem Dach vereint… unglaublich, aber wahr!

15 Grand Rex – Les Étoiles du Rex

Salle Panoramique du Grand Rex, Paris © DR

Das Grand Rex wurde 1932 auf den Großen Boulevards gegründet und steht heute unter Denkmalschutz. Es ist eines der größten Kinos Europas mit 2 800 Plätzen unter einem Sternendach, einem mediterranen Barockdekor und seiner Art Deko-Fassade. Der interaktive Rundgang mit Audioguide „les Etoiles du Rex“ („die Sterne des Rex“) dauert 50 Minuten und lüftet seinerseits den Schleier von den Kulissen der Filmkunst, vom Filmdreh bis zur Projektion: Archivbilder, Saal mit Spezialeffekten, Studio für die Geräuschkulisse und der Vorführraum.

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